Allergien

Allergien: Wie sie entstehen und was man dagegen tun kann

Allergien haben viele Gesichter. Sie können in jedem Alter auftreten und jeden Teil des Körpers betreffen. Wie Sie eine Allergie erkennen und was dagegen wirkt, erfahren Sie hier.

Was ist eine Allergie?

Von einer Allergie spricht man, wenn das Immunsystem mit einer spezifischen Überempfindlichkeit auf körperfremde Stoffe reagiert. Eine Allergie ist nicht angeboren, sondern wird im Laufe des Lebens erworben. Sie entsteht nach einem wiederholten Kontakt mit dem jeweiligen allergieauslösenden Stoff. Dabei wehrt sich das körpereigene Abwehrsystem gegen Stoffe, die vom Körper als gefährlich eingestuft werden. Dies können zum Beispiel Pollen („Heuschnupfen“), Lebensmittel oder andere Substanzen sein, die dem Körper zum Beispiel durch Einatmen oder über die Haut zugeführt werden. Diese sogenannten Fremdstoffe, die vom Körper nur fälschlich als gefährlich eingestuft werden, nennt man Allergene. Der Körper bildet nach dem wiederholten Kontakt mit dem Allergen Antikörper. Dadurch kommt es zu einer allergischen Reaktion.

Wie kann sich eine Allergie zeigen?

Eine Allergie kann in jedem Alter auftreten. Am häufigsten sind die Atemwege, die Haut, der Magen-Darm-Trakt und das Herz-Kreislauf-System betroffen. Mögliche Krankheitsbilder können u.a. sein:

Heuschnupfen bzw. Pollenallergie

Als Hauptverursacher für allergischen Schnupfen gelten die Pollen windbestäubender Pflanzen. Da die Fortpflanzung bei den windbestäubenden Pflanzen, im Gegensatz zu insektenbestäubenden Pflanzen, nicht zielgerichtet erfolgen kann, werden Pollen in großen Mengen produziert und freigesetzt. Die Pflanze gibt dabei kleinste schwebfähige Partikel ab, die durch den Wind überall hin verteilt werden. Damit haben Allergiker so gut wie keine Chance, ihnen zu entkommen. Ein internationales Forschungsteam hat herausgefunden, dass sich die Pollenbelastung aufgrund des Klimawandels bis Mitte des 21. Jahrhunderts höchstwahrscheinlich vervierfachen wird.

Nahrungsmittelallergie vs. Nahrungsmittelunverträglichkeit

Eine Nahrungsmittelallergie ist nicht das Gleiche wie eine Nahrungsmittelunverträglichkeit. Bei einer Allergie gegen bestimmte Nahrungsmittel reagiert das körpereigene Abwehrsystem beim Verzehr mit der Bildung von Antikörpern. Die daraus folgenden Beschwerden können individuell sehr verschieden sein. Es können Reaktionen der Verdauungswege, wie z.B. Lippenschwellung, Hals- und Gaumenjucken, Engegefühl im Hals, Sodbrennen, Magenschmerzen, Blähungen oder Durchfall, auftreten. Eine Allergie kann jederzeit und gegen jedes Nahrungsmittel entwickelt werden.

Bei den Nahrungsmittelunverträglichkeiten treten dagegen nur allergieähnliche Symptome auf. Es handelt sich jedoch nur um eine sogenannte Pseudoallergie, da in diesem Fall keine Antikörper im Blut nachgewiesen werden können bzw. Allergietests negativ ausfallen können. Besonders häufige Unverträglichkeiten sind Zöliakie, Laktoseintoleranz und Histaminintoleranz.

Was kann man gegen Allergien tun?

  1. Vermeiden Sie allergieauslösende Stoffe.
  1. Hyposensibilisierung/Desensibilisierung

Hierbei handelt es sich um eine drei- bis fünfjährige Therapie, die insbesondere bei einer        Allergie gegen Pollen, Hausstaubmilben oder Schimmelpilze eingesetzt wird. Hierfür führt der Arzt zunächst einen Allergietest (z.B. Pricktest) durch. Anschließend wird das Allergenextrakt als Tropfen oder mittels einer Spritze zugeführt.

  1. Medikamente

Medikamente können eine allergische Reaktion abschwächen. Allerdings behandeln sie lediglich die Symptome. Es gibt verschiedene Wirkstoffe, die als Spray, Tropfen, Salbe, Tablette oder Spritze zur Verfügung stehen. Antihistaminika (z.B. Ceterizin oder Loratadin) und Kortison (Glukokortikoide) hemmen die allergische Entzündungsreaktion. Der Wirkstoff DNCG (Dinatriumcromoglicinsäure) hemmt dagegen die Ausschüttung von Botenstoffen der Entzündung. Allerdings muss DNCG bereits vor Beginn der Symptome angewendet werden um zu wirken, während Antihistaminika und Kortison jederzeit angewendet werden können.

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