Viele setzen auf Diätgetränke

Diätgetränke – wirklich die gesündere Alternative?

Viele setzen auf Diätgetränke, da diese vermeintlich gesünder und figurfreundlicher sind. Doch sind die mit Süßstoff versetzten Modegetränke wirklich die bessere Alternative zu zuckerreichen Limonaden?

Diätgetränke werden kräftig beworben. In der Fernsehwerbung werden sie von schönen und schlanken Frauen getrunken. Die Werbung suggeriert uns süßen Genuss ohne Reue. Denn die meisten Diätgetränke liefern keine Kalorien. Gesüßt sind sie statt mit Zucker mit Zuckeraustauschstoffen, Süßstoffen oder Stevia. Immer mehr Menschen sind übergewichtig oder sogar adipös und greifen zu künstlich gesüßten Diätgetränken. Die Langzeitfolgen des regelmäßigen Genusses sind für die Gesundheit allerdings noch nicht abschätzbar. Bisher galt die Entscheidung „mit Zucker oder Süßstoff“ als Frage des Bewusstseins. Wer das Diätgetränk wählt, der beweist Disziplin, entscheidet sich gegen Zucker und für die Gesundheit und Figur. Süß soll es aber trotzdem sein. Das ist dank verschiedenster Süßungsmittel kein Problem.

Regelmäßiger Konsum birgt Gesundheitsrisiken

Eine Studie aus dem Jahr 2012 ergab Hinweise darauf, dass der tägliche Konsum von Diätgetränken mit erhöhten Krankheitsrisiken für Gefäßerkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall einhergehen kann. Weniger gefährdet ist, wer regelmäßig normal gesüßte Getränke oder nur selten Diätgetränke trinkt. Im Vergleich zu Menschen, die auf Diätdrinks verzichten, hatten in der Studie diejenigen, welche täglich Diätgetränke zu sich nahmen, ein um 43 Prozent höheres Risiko Gefäßerkrankungen zu entwickeln. Hierzu Gardener, Studienautorin: „Unsere Studie geht davon aus, dass es einen Zusammenhang gibt zwischen dem täglichen Genuss von Diätgetränken und Gefäßproblemen. Wie diese Wirkung durch den Genuss von Softdrinks allerdings entsteht, ist noch unklar.“

Auch die häufig in Limonaden eingesetzten Azofarbstoffe stehen in Verdacht, verschiedene Gesundheitsbeeinträchtigungen herbeizuführen.

Energie sparen: ja, gesünder: nein

Mit Zuckerersatzstoffen kann man zwar Energie einsparen und sich zahnfreundlicher ernähren, aber die Alternativen zum Haushaltszucker haben auch Nachteile. Während die natürlichen Zuckeraustauschstoffe in größeren Mengen abführend wirken können, stehen künstlich hergestellte Süßstoffe in Verdacht in sehr hohen Konsummengen das Risiko für verschiedene Erkrankungen zu erhöhen. Auch die aus der Steviapflanze chemisch isolierten Steviaglykoside sind kein natürliches und gesundes Produkt mehr. Deshalb sind auch Diätgetränke nicht gesünder als die zuckerreichen Originale. Diät- oder Light-Getränke wie Limonaden oder Colagetränke sind weniger empfehlenswert, vor allem nicht für Kinder. Sie enthalten zwar oft gar keinen Zucker, aber durch den Einsatz von Zuckerersatzstoffen wie Süßstoffen bleibt man an den süßen Geschmack gewöhnt. Auch in der Schwangerschaft und Stillzeit sollte man besser die Finger von Getränken mit künstlichen Süßungsmitteln lassen, da die gesundheitlichen Folgen umstritten sind.

Offiziell heißt es, dass die Sicherheit von Süßstoffen für alle Personengruppen, inkl. Schwangere und Stillende bereits im Rahmen der Zulassungsverfahren untersucht und als gesundheitlich unbedenklich bewertet wurden. Auch das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) weisen nicht auf besondere Risiken durch Süßstoffverzehr während der Schwangerschaft hin. Da es aber immer wieder Studien gibt, die zu anderen Ergebnissen kommen, ist beim Verzehr von Süßstoffen zumindest Vorsicht geboten. Es gibt Hinweise darauf, dass der Konsum von mit Süßstoff versetzen Getränken das Risiko für Frühgeburten und Gehirnschädigungen bei Neugeborenen erhöhen kann. Zuckerkonsum hat hingegen keine Auswirkungen auf den Geburtstermin, jedoch andere Nachteile wie erhöhtes Risiko für Karies, Übergewicht und Herz-Kreislauferkrankungen. Wer dem möglichen Risiko durch künstliche Süßstoffe vorbeugen möchte, kann diese ganz einfach meiden.

Fazit

Diätgetränke sind nicht gesünder als herkömmlich gesüßte Getränke. Womöglich sind sie sogar noch ungesünder. Wer seiner Gesundheit etwas Gutes tun möchte, trinkt sie nur selten oder im besten Fall überhaupt nicht. Bessere Durstlöscher sind Leitungswasser, Mineralwasser (evtl. mit einem Spritzer Zitrone oder einem Blatt frische Minze), ungesüßte Tees oder Fruchtsaftschorlen. Die Schorlen sollten zu einem Drittel (oder weniger) aus 100 %-igem Fruchtsaft und zwei Dritteln Wasser bestehen.

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