Nährstoffe sind wichtig in Schwangerschaft

Diese Nährstoffe sind in der Schwangerschaft besonders wichtig!

Schwangere Frauen brauchen von einigen Nährstoffen deutlich mehr als sonst. Eine ausgewogene Ernährung liefert die meisten von ihnen in ausreichender Menge. Jod und Folsäure bilden jedoch eine Ausnahme.

Keine spezielle Ernährung notwendig

Schwangere brauchen keine spezielle Ernährung. Mit einer Ernährungsweise, wie sie der Allgemeinbevölkerung auch empfohlen wird, können Schwangere den Mehrbedarf für die meisten Nährstoffe decken. Folat und Jod nehmen hier eine Sonderstellung ein. Für diese beiden Nährstoffe besteht eine allgemeine Empfehlung für die zusätzliche Zufuhr durch Nahrungsergänzungsmittel. Schwangere sollten genau wie nicht Schwangere reichlich Gemüse, Obst, Vollkornprodukte, sowie mäßig Milch und Milchprodukte, Fleisch und fettreichen Seefisch verzehren. Auch eine vegetarische Ernährung ist denkbar. Von einer veganen Ernährung wird während Schwangerschaft und Stillzeit abgeraten. Zum Schutz vor Lebensmittelinfektionen sollten Lebensmittel und Speisen z. B. mit rohem Fleisch oder Fisch gemieden werden. Auf Alkohol sollte unbedingt verzichtet werden.

Folsäure und Jod als Ergänzung

Zwar ist es durch eine bewusste Auswahl der Lebensmittel möglich, nur wenig mehr zu essen, aber zugleich den Anteil an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen deutlich zu erhöhen. Bei Folsäure ist der Spagat aber praktisch kaum zu schaffen. Frauen nehmen nur etwa zwei Drittel der von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfohlenen Menge von 300 Mikrogramm (µg) Nahrungsfolat auf. Der Bedarf dieses B-Vitamins steigt mit der Schwangerschaft auf 550 µg. Zusätzlich empfiehlt die DGE: Frauen, die schwanger werden wollen oder könnten, sollten zusätzlich 400 µg Folsäure pro Tag in Form von Supplementen aufnehmen, um Neuralrohrdefekten, also einem offenen Rücken, vorzubeugen. Experten des Netzwerks Junge Familie befürworten außerdem eine ergänzende Jodzufuhr (100 bis 150 µg täglich) über die gesamte Dauer der Schwangerschaft. Achte am besten bei Jod schon vor der Schwangerschaft auf eine ausreichende Zufuhr, denn bereits ein leichter Jodmangel in der Schwangerschaft kann die Intelligenz deines Kindes nachteilig beeinflussen. Verwende daher Jodsalz und Lebensmittel, welche mit Jodsalz hergestellt wurden (z. B. Brot, Wurstwaren), verzehre außerdem zwei Portionen Seefisch pro Woche und regelmäßig Milch und Milchprodukte.

Eisenversorgung im Auge behalten

Auch die Eisenversorgung der Schwangeren sollte im Auge behalten werden. Eine generelle Empfehlung für zusätzliche Eisensupplemente während der Schwangerschaft gibt es nicht, da ein zu viel des Spurenelementes nachteilige Folgen haben könnte. Der Eisenwert sollte deshalb über die Blutuntersuchung bestimmt werden, bevor Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden. Eisen findest du in Lebensmitteln wie Fleisch, Wurst, Hirse, Feldsalat und Kürbiskernen. Um die Eisenaufnahme zu erhöhen, lohnt es sich, Vitamin-C-haltige Lebensmittel wie Paprika oder Orangensaft zu eisenhaltigen Speisen zu kombinieren.

Eine vegetarische Ernährung mit Verzehr von Milch, Milchprodukten und Eiern kann bei gezielter Lebensmittelauswahl auch in der Schwangerschaft den Bedarf an den meisten Nährstoffen decken. Von einer veganen Ernährung wird aufgrund von einem erhöhten Risiko für Nährstoffmangelzustände in der Schwangerschaft und auch in der Stillzeit abgeraten.

Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln immer mit Arzt absprechen

Grundsätzlich sollte die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln immer mit der Ärztin oder dem Arzt besprochen und abgeklärt werden, für welche Vitamine und Mineralstoffe eine zusätzliche Zufuhr über Nahrungsergänzungsmittel überhaupt notwendig ist.

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