Mit Kindern die Natur entdecken

Mit Kindern die Natur entdecken: Wie kann man Kinder bei Regenwetter bespaßen?

Jetzt ist er da, der Herbst. Während die Erwachsenen meistens dem Sommer hinterher trauern und in Melancholie verfallen, können Kinder besonders jetzt die Natur und den Wechsel der Jahreszeiten entdecken.

Jahreszeiten verstehen

Kinder begreifen schon früh, dass ihre Umgebung ständig im Wandel ist. Da ist das Wohnhaus an der Ecke, das von den Bauarbeitern renoviert wird und bald im neuen Glanz erstrahlt. Die Baustelle auf dem Weg zum Kindergarten, die aus der löchrigen Asphaltdecke eine schöne, ebenmäßige Straße zaubert. Solche Veränderungen begreifen die Kleinen am besten, wenn man täglich vergleichbare Wege bestreitet. Ähnlich ist es mit der Natur. Kinder nehmen beispielsweise die Färbung der Blätter an der Allee, die zur üblichen Strecke des Spaziergangs gehört, viel bewusster wahr. Das bedeutet für uns Erwachsene, dass wir nicht plötzlich neue Routen einschlagen müssen, nur weil der Sommer vorbei ist. Allerdings bietet sich auch das Wandern im Gebirge jetzt mehr an, als bei 30 Grad im Schatten. Und auch dort lassen sich hervorragend Pflanzen und Tiere beobachten, aber den größeren Gewinn ziehen die Knirpse aus der Wandlung in ihrer üblichen Umgebung. Gerade jetzt lohnt sich noch mal ein Abstecher zum Badesee: Wie verändern sich die Büsche und Bäume am Strand? Sieht das Wasser anders aus? Wie fühlt es sich an? Welche Tiere sieht das Kind? Sind immer noch so viele Wespen da, die uns beim Picknick geärgert haben?

Entschleunigen und beobachten

Kleinkinder brauchen zum Beobachten der Natur oft nur wenig Anleitung. Sie entscheiden selbst, welche Ameise sie fasziniert oder welchen Baum sie beobachten wollen. Darum ist es für uns Erwachsene vor allem wichtig, zu entschleunigen. Gib deinem Kind die Zeit, sich intensiv mit seinem Forschungsobjekt zu beschäftigen. Dränge es nicht zum Weitergehen, wenn es offensichtlich konzentriert kleine Insekten beobachtet. Lass dich von deinem Kind leiten und beobachte mit ihm zusammen die Natur.

Ältere Kinder wollen dagegen schon oft Wissen anhäufen. Zeige deinem Kind, wie es Baumarten erkennen kann und welche Früchte dazugehören. Kinder lieben es natürlich auch zu sammeln und daheim aus Kastanien, Eicheln und Hagebutten kleine Figuren oder Herbstdekoration zu basteln. Auch Felder sind interessant. Nicht nur, dass man die großen Maschinen wie Mähdrescher und Traktoren bei der Arbeit bestaunen kann, auch die verschiedenen Getreidearten und ihre Verwendung sind für Kinder interessant.

Ideen für schlechtes Wetter

Und wenn es regnet? Das ist kein prinzipieller Grund, sich nicht ins Freie zu begeben, denn: „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur unpassende Kleidung.“ Ziehe dich und dein Kind im Zwiebellook an, mit Regenkleidung als oberster Schicht. So könnt ihr auch bei nassem Wetter eure Umwelt erforschen. Das ist für Kinder oft besonders faszinierend, lassen sich doch jetzt ganz andere Beobachtungen machen. Plötzlich tauchen viel mehr Regenwürmer auf. Und ist dir schon mal aufgefallen, dass man bei Regen oft kein Vogelgezwitscher mehr hören kann? Außerdem lässt es sich im Regen herrlich herummatschen und durch Pfützen springen. Und nach dem Ausflug ein warmes Bad – herrlich!

Doch wenn der Regen zu heftig oder von starkem Wind begleitet wird, kann es auch dem begeisterten Outdoor-Fan zu viel werden. Dann kann man die Zeit nutzen, um mit den gesammelten Schätzen zu basteln. Ein Bilderbuch zu bestaunen oder ein kleines „Tagebuch“ zu malen, hilft den Kindern, die gesehenen Tiere und Pflanzen zu behalten. Außerdem lassen sich aus den mitgebrachten Blättern und Früchten kleine Spiele gestalten: Lasse dein Kind zuordnen, was zusammengehört. Benutzt sie für Pfandspiele, für Wurfübungen oder als Lebensmittel für die Puppenküche. Aber auch Puzzle mit Waldtier-Motiven und Wimmelbücher zum Thema Herbst vertreiben die Langeweile an Regentagen im Nu. Außerdem kannst du mit deinem Kind zusammen etwas kochen, was aus typischem saisonalen Gemüse besteht. So kann es den Wechsel der Jahreszeiten in seiner Ganzheit begreifen.

4 Gedanken zu “Mit Kindern die Natur entdecken: Wie kann man Kinder bei Regenwetter bespaßen?

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