Kleine Getränkekunde für die Stillzeit

Richtig trinken in der Stillzeit

Die stillende Frau hat einen erhöhten Flüssigkeitsbedarf. Damit die Brust eine ausreichende Menge Muttermilch bilden kann, ist das Trinken in der Stillzeit besonders wichtig. Jedoch sind nicht alle Getränke geeignet.

Über den Tag verteilt solltest du 2-3 Liter trinken, damit die Brust 800-1.000 ml Muttermilch am Tag bilden kann. Wer zuwenig trinkt, kann die Milchbildung dadurch erheblich beeinträchtigen. Wer das Trinken vergisst, sollte sich mit kleinen Hilfsmitteln an den regelmäßigen Flüssigkeitsnachschub erinnern, z. B. mit Hilfe des Handyalarms, Trink-Apps oder den guten alten Klebezetteln. Hilfreich ist es auch, sich die Getränke immer in Sichtweite zu stellen. Wer die Teekanne oder Wasserflasche sprichwörtlich vor der Nase stehen hat, denkt eher ans Trinken als wenn die Getränke außerhalb der Sichtweite stehen.

Kleine Getränkekunde für die Stillzeit:

  • Ungesüßte milde Früchte – und Kräutertees sind jetzt optimal. Achtung bei schwarzem und grünem Tee! Seine anregende Wirkung kann dein Baby unruhig werden lassen. Bitte auch keine großen Mengen an Pfefferminz- und Salbeitee, diese beiden Tees hemmen die Milchbildung.
  • Milde Saftschorlen sind ebenso schnelle Durstlöscher wie Energiespender. Reine Säfte oder Smoothies sind meist zu säurereich und führen bei empfindlichen Babys zu einem wunden Babypopo.
  • Wasser sollte nach Möglichkeit ohne oder nur mit wenig Kohlensäure getrunken werden. Zu viel Kohlensäure kann bei Ihrem Baby zu Blähungen führen.
  • Cola und Limonaden sollten wegen dem reichhaltigen Zuckeranteil nur in geringen Mengen getrunken werden. Bitte beachte auch hier die anregende Wirkung von Cola. Mit koffeinhaltigen Getränken solltest du in der Stillzeit sparsam umgehen.
  • Kaffee in geringen Mengen ist okay. Koffeinfreier Kaffee ist hier natürlich am besten.
  • Alkohol sollte in dieser Zeit nicht getrunken werden. Bedenke bitte, dass der Alkohol in die Muttermilch übergeht und den Herzschlag deines Kindes sehr erhöht und vom Körper noch sehr schlecht verarbeitet werden kann.

Wirkung von Stilltee wird überschätzt

Viele Frauen zwingen sich regelrecht zum Trinken von Stilltees, da sie davon ausgehen, dass er wichtig für die Milchbildung sei und wohltuend auf das Baby wirkt. Die Wirkung dieser Tees wird jedoch völlig überschätzt. Einzig und allein für Bockshornklee gibt es Studien, die eine Wirkung auf die Milchbildung bestätigen. Außer Bockshornklee befinden sich häufig Anis, Kümmel, Fenchel, Melisse oder auch Zitronenverbene in Stilltees. In vielen Stilltees ist noch nicht einmal Bockshornklee enthalten. Wer Stilltee vom Geschmack her nicht mag, kann ihn beruhigt weglassen und gegen ein anderes Getränk ersetzen. Um die Milchbildung anzuregen, ist es insbesondere wichtig, das Baby häufig an die Brust anzulegen. Auch eine Reduktion von Stress kann sich positiv auf die Milchbildung auswirken. Eine heiße Tasse Stilltee als entspannte Teezeit kann so auch ohne wissenschaftlich nachgewiesene Wirkung positiv auf die Mutter und die Milchbildung wirken.

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