Faszination Hörspiele

Hörspiele beflügeln die Fantasie von Jung und Alt

Hörspiele begleiten allabendlich tausende Kinder in den Schlaf. Doch auch für viele Erwachsene gehören sie zum Einschlafritual dazu. Kein Wunder, bieten sie uns doch immer noch etwas Lehrreiches.

Die Erfolgsstory der Hörspiele

Hörspiele gehören in Deutschland nach wie vor zum Großwerden dazu. Kein Wunder, denn der Erfolg der vertonten Geschichten ist nach wie vor ungebrochen. Schon seit den 1960er Jahren boomen Hörspielproduktionen und sind aus den Kinderzimmern nicht mehr wegzudenken. Die erfolgreichste deutsche Produktion ist – wie kann es anders sein – die Abenteuer von Justus, Peter und Bob. „Die drei ???“ machen jedes Jahr einen Millionenumsatz mit rund 1,5 Millionen verkauften Tonträgern. Doch auch andere Helden unserer Kindheit wie „Bibi Blocksberg“ und „Benjamin Blümchen“ finden nach wie vor großen Anklang bei den Kleinen. Beliebte Figuren neueren Datums sind dagegen Feuerwehrmann Sam oder der Kleine Rabe Socke.

Vorstellungsvermögen und Denkmuster werden ausgeprägt

Doch was fasziniert Kinder seit Generationen an Hörspielen? Im Prinzip gilt hier das gleiche, wie beim Lesen: Hörspiele lassen uns in eine andere Welt abtauchen. Die Kleinen bekommen die Möglichkeit, an Abenteuern teilzunehmen. Hörspielproduktionen beflügeln auch die Fantasie, denn wir stellen uns zu den Stimmen das Aussehen der Charaktere vor. Außerdem spinnen Kinder die Geschichten oft weiter. Sie überlegen „Was wäre, wenn…?“ oder übernehmen die Figuren in ihr tägliches Spiel. Sie identifizieren sich mit den Herausforderungen und Problemen der Figuren.

Außerdem bieten die Tonspiele immer etwas Lehrreiches. Bibi Blocksberg erhält zum Beispiel einen blauen Brief, weil sie versetzungsgefährdet ist. Sie reagiert zunächst, wie wohl jeder Schüler: Sie versucht, die Mitteilung vor den Eltern zu verheimlichen. Nach einigen Verwicklungen endet die Geschichte aber mit einem Happy-End.

„Und die Moral von der Geschicht’…“

Beim Zuhören lernen die Kleinen Wertmaßstäbe kennen. Sie erfahren, dass Handlungen Konsequenzen haben. Aber auch wir Erwachsenen können etwas lernen, wenn wir genau zuhören: Bibi spiegelt die Ängste und Nöte der schlechten Schülerin wider. Sie hofft auf das Verständnis ihrer Eltern. Und wir lernen aus der Reaktion von Bibis Mutter, wie man souverän mit einer solchen Situation umgehen kann.

Vielleicht ist das auch einer der Gründe, warum nach wie vor Tausende Erwachsene die Geschichten von Bibi, Benjamin und Co. zum Einschlafen hören. Sicher ist auf jeden Fall, dass es für die meisten von uns ein liebgewonnenes Ritual geworden ist. Umso schöner, dass wir uns diese Kindheitserinnerung bewahren können, auch wenn Mama uns schon lange nicht mehr abends zudeckt.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.