Erfrischungsgetränke sind überzuckert

Alles andere als erfrischend: Zuckerbombe Erfrischungsgetränke

Zuviel Zucker kann unsere Gesundheit ernsthaft gefährden. Vor allem mit Zucker gesüßte Getränke fördern die Entstehung zahlreicher Krankheiten. Laut einer Studie von Foodwatch sind Erfrischungsgetränke häufig überzuckert.

Gezuckerte Getränke wie Cola, Eistee, Limonaden und Energiedrinks fördern die Entstehung von Übergewicht, Diabetes mellitus Typ 2, Zahnkaries und einer Reihe weiterer Erkrankungen. In Deutschland sind diese Getränke besonders beliebt. Weltweit gesehen finden wir in Deutschland den höchsten Pro-Kopf-Verbrauch an zuckergesüßten Getränken. Im Durchschnitt fließen 84 Liter zuckergesüßte Getränke durch die Kehle jedes Bundesbürgers. Kein Wunder, dass unsere Kinder immer dicker werden. Bei Kindern und Jugendlichen sind die süßen Drinks besonders beliebt.

60 Prozent der Erfrischungsgetränke sind überzuckert

Den höchsten Zuckeranteil weisen die besonders bei männlichen Jugendlichen beliebten Energiedrinks auf. Bis zu 78 Gramm Zucker fanden die Tester in einer 500 ml Dose. Dabei empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) nicht mehr als 25 Gramm Zucker pro Tag. Insgesamt sind 60  Prozent der Erfrischungsgetränke auf dem deutschen Markt zu zuckerreich. In einer Foodwatch-Studie enthielten 274 von 463 Getränken zu viel Zucker. Als „zu viel“ definierten die Verbraucherschützer einen Zucker-Anteil von fünf Prozent, das sind etwa vier Stück Würfelzucker in einem 250-Milliliter-Glas.

Hierzulande keine Zuckersteuer in Sicht

Durch die Einführung einer Zuckersteuer könnten Regierungen „Leiden vermindern und Leben retten“ sagte Douglas Bettcher, Direktor der Abteilung nicht übertragbare Krankheiten. Denn schon der Genuss von ein bis zwei Gläsern zuckergesüßter Limonade pro Tag erhöht das Risiko für Diabetes mellitus Typ 2 erheblich. Und nach Übergewicht und Diabetes drohen Folgeerkrankungen wie Nierenschäden, die das Gesundheitssystem stark belasten. Eine Zuckersteuer lässt die Preise der süßen Getränke in die Höhe schnellen und verringert den Absatz. Es werden weniger Limonaden und Co. getrunken. In Mexiko, vielen skandinavischen Ländern, Belgien, Ungarn und Frankreich werden mit Erfolg extra Steuern auf gezuckerte Getränke erhoben. In Deutschland ist eine Zuckersteuer jedoch derzeit nicht in Sicht.

Auch Diätgetränke sind keine gesunde Alternative

Diätgetränke mit Süßstoffen sind auch nicht gesünder als die herkömmlichen, mit Zucker gesüßten Getränke. Womöglich sind sie sogar noch ungesünder. Wer seiner Gesundheit etwas Gutes tun möchte, trinkt sie nur selten oder im besten Fall überhaupt nicht. Bessere Durstlöscher sind Leitungswasser, Mineralwasser (evtl. mit einem Spritzer Zitrone oder einem Blatt frische Minze), ungesüßte Tees oder Fruchtsaftschorlen. Die Schorlen sollten zu einem Drittel (oder weniger) aus 100 %-igem Fruchtsaft und zwei Dritteln Wasser bestehen.

Wasser ist und bleibt der ideale Durstlöscher!

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