Die Zwiebel

Vielseitig, heilsam und lecker: Die Zwiebel

Im Jahr 2015 wurde die Zwiebel zur Heilpflanze des Jahres gekürt. Und sie hat es wirklich in sich. Als gesundheitsförderndes Lebensmittel kann sie in verschiedensten Gerichten auf den Tisch kommen.

Die Küchenzwiebel ist eine ausdauernde zweijährige Pflanze, die zur Familie der Lauchgewächse gehört. Die Pflanze erreicht eine Größe von 60 bis 120 Zentimeter. Ihr unterirdisches Speiseorgan ist die Zwiebel, die wir in der Küche und als Heilpflanze schätzen. Im zweiten Jahr der Zwiebelpflanze blüht die kugelförmige weiße Scheindolde, in der die Samen der Zwiebelpflanze zu finden sind. Somit kann die Zwiebel ausgesät oder auch als Steckzwiebel gesetzt werden.

Die Zwiebel und ihre Heilwirkungen

Verschiedene Extrakte der Zwiebel haben vielfältige Heilwirkungen. So wirkt sie beispielsweise entzündungshemmend, auswurffördern und blutdrucksenkend. Außerdem verhindert sie das Zusammenkleben der Blutplättchen und fördert somit die Fließfähigkeit des Blutes. Verschiedene Studien haben belegt, dass die Zwiebel sogar eine Wirksamkeit gegen Krebs besitzt. Sie wird außerdem gegen Appetitmangel und vorbeugend gegen Arterienverkalkung empfohlen.

Die Zwiebel ist ein sehr gutes Mittel gegen Husten und Erkältungen. Ein wirksamer Zwiebelsirup ist schnell, preisgünstig und einfach selbst zubereitet. Dafür wird einfach eine in Würfel geschnittene Zwiebel mit Honig vermischt und ein paar Stunden in einem geschlossenen Glas stehen gelassen. Es bildet sich ein Sirup, welcher mehrmals täglich eingenommen werden kann und gegen Husten und Bronchitis hilft.

Äußerlich angewendet ist die Zwiebel nützlich als Wickel  gegen Ohrenschmerzen bei Mittelohrentzündungen und als entzündungshemmendes Mittel bei schmerzenden und juckenden Insektenstichen. Sogar gegen Haarausfall soll die Zwiebel in Form von Zwiebelwasser helfen. Die abgekochten braunen Zwiebelschalen können zudem als natürliche Brauntönung für die Haare genutzt werden.

Die Zwiebel und ihre Vielfältigkeit in der Küche

Um eine Pestizidbelastung zu vermeiden, empfiehlt es sich, vorzugsweise Zwiebeln aus eigenem oder aus biologischem Anbau zu verwenden. Als gesundheitsförderndes Gemüse findet die Zwiebel Einzug in viele leckere Gerichte. Als würzende Zutat gibt sie Suppen und Soßen einen kräftigen Geschmack. Aber auch gedünstete oder rohe Zwiebelringe passen zu vielen Speisen. Viele wertvolle Inhaltsstoffe der Zwiebel befinden sich auch in der Schale. Bei Suppen und Eintöpfen bietet es sich daher an, die Schalen mit zu kochen und erst nach dem Kochvorgang zu entfernen.

Beim Schneiden der Zwiebeln treten ätherische Öle aus, welche die Schleimhäute reizen und zum oft lästigen Tränenfluss führen. Dies verminderst du besten durch die Verwendung eines scharfen Messers. So werden nur wenige Zellen verletzt und weniger ätherische Öle treten aus.

Aufgeschnittene Zwiebeln kannst du übrigens in Frischhaltefolie eingepackt für ein paar Tage im Kühlschrank lagern. Gegen Mundgeruch nach dem Genuss von Zwiebeln hilft es, frische Petersilie oder eine Kaffeebohne zu kauen oder einen Löffel Honig zu essen.

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