Serotonin macht gute Laune

Diese Lebensmittel sorgen für gute Laune!

Essen bedeutet viel mehr als Nahrungsaufnahme. Essen ist im besten Fall auch Genuss und Lebensfreude. Einige Lebensmittel haben sogar die Eigenschaft gute Laune zu verbreiten.

Unsere Ernährung trägt maßgeblich zu unserem persönlichen Wohlbefinden bei. Regelmäßige Mahlzeiten, genussvolles Essen und eine bestimmte Lebensmittelauswahl können dazu verhelfen, die Konzentration und die Stimmungslage zu verbessern. Verantwortlich dafür sind verschiedene Inhaltsstoffe, welche positiv auf uns wirken. Sie können den Stoffwechsel des Gehirns beeinflussen und die Bildung von bestimmten Botenstoffen fördern.

Das „Glückshormon“ Serotonin

Der bekannteste gute Laune Macher in unserem Essen ist das Serotonin, welches aufgrund seiner positiven Eigenschaften oft als „Glückshormon“ bezeichnet wird. Serotonin ist ein Botenstoff und steuert verschiedene Funktionen in unserem Körper. Insbesondere wird auch unsere Stimmung durch Serotonin beeinflusst. Haben wir von dem Botenstoff eine große Menge im Gehirn, so fühlen wir uns wohl und sind glücklich. Hingegen sind wir bei niedrigem Serotoninspiegel im Gehirn anfälliger für Stimmungstiefs und Trübsinn. Die Produktion des „Glückshormons“ hängt mit der Anzahl der Sonnenstunden und der Lichtintensität zusammen. Nicht ohne Grund ist unsere Stimmung in der dunklen Jahreszeit und an trüben, regnerischen Tagen schlechter als bei strahlendem Sonnenschein.

Serotonin kann allerdings nicht direkt aus Lebensmitteln ins Gehirn gelangen, da es die Blut-Hirn-Schranke nicht überwinden kann. Es muss also im Gehirn selbst gebildet werden. Und dazu wird Tryptophan benötigt. Das ist eine Aminosäure, also ein Grundbaustein der Eiweiße. Als ideale Serotoninbildner gelten Lebensmittel, die insgesamt einen niedrigen Eiweißgehalt und gleichzeitig jedoch einen hohen Tryptophangehalt aufweisen. Dies ist beispielsweise bei Bitterschokolade, Feigen, Cashewkernen und Datteln der Fall. Durch eine gezielte Ernährung lässt sich die Serotoninbildung im Gehirn ankurbeln.

Fetter Fisch liefert Omega-3-Fettsäuren

Studien zufolge gibt es Hinweise darauf, dass zu wenige Omega-3-Fettsäuren in der Nahrung Depressionen begünstigen können. Auch Omega-3-Fettsäuren sind wichtig für den Stoffwechsel des Gehirns. Sie sorgen unter anderem dafür, dass die Aminosäure Tryptophan ins Gehirn gelangt. Und dies ist notwenig, um daraus das „Glückshormon“ Serotonin zu bilden. Omega-3-Fettsäuren findest Du in fettreichem Seefisch wie Hering, Makrele, Lachs und außerdem in Leinsamen, Walnüssen und Rapsöl.

Tyrosin verbessert die Stimmung

Tyrosin ist wie Tryptophan ein Eiweißbaustein und sorgt für gute Laune. Auch bei Angstzuständen und leichten Depressionen wird der vermehrte Verzehr von tyrosinreichen Lebensmitteln empfohlen, um die Stimmung zu verbessern. Sollten die Beschwerden allerdings länger anhalten, ist unbedingt ein Arzt aufzusuchen. Kurzfristig können Lebensmittel die Stimmung heben. Gute Tyrosinquellen sind Käse wie Parmesan und Camembert, Linsen, Fleisch von Huhn und Rind, Fisch und Cashewkerne.

B-Vitamine und Magnesium stärken die Nerven

Die Vitamine B1, B2, B3, B6, B12 und Folsäure sind wichtig für Deine Nerven. Ein Mangel kann anfällig für Nervosität, Konzentrations- und Leistungsschwäche sowie traurige Stimmung machen. Gute Lieferanten für die wasserlöslichen B-Vitamine sind Vollkornprodukte wie Vollkornbrot, Naturreis oder Vollkornpasta, Sesamsamen, Eigelb, Spinat, Brokkoli, Rinderleber, Rote Bete, Bierhefe und Feldsalat.

Auch der Mineralstoff Magnesium, welcher reichlich in Vollkorn- und Milchprodukten wie Käse, Joghurt und Quark steckt, ist wichtig für das Wohlbefinden. Er sorgt unter anderem dafür, dass Nerven und Muskeln reibungslos zusammenspielen.

Gute Laune mit den richtigen Lebensmitteln

Kein Lebensmittel oder Botenstoff kann all unsere negativen Gefühle und Stimmungen vertreiben. Jedoch kannst Du mit einer gezielten Lebensmittelauswahl die Produktion von stimmungsaufhellenden Substanzen in Deinem Körper ankurbeln und auf diese Weise gute Laune, Optimismus und das Glücklichsein fördern.