Bügeln für Profis: Hemden und Blusen

Glätten, plätten und entknittern – Jetzt bügeln die Profis!

Richtig Bügeln will gelernt sein: Gerade bei anspruchsvollen Kleidungsstücken können neue Falten entstehen, wo man sie eigentlich glätten wollte. Hier findest du einige Tricks, damit das nicht passiert.

Wenn du erst mit dem Bügeln beginnst, schau in unseren Beitrag über Bügeln für Anfänger.

Bügeln für Fortgeschrittene: Röcke und Kleider

Röcke und Kleider bügelst du nach einem ähnlichen Prinzip wie Shirts und Tuchwaren. Ziehe diese Stücke über das Bügelbrett, wenn das die Kleidergröße erlaubt. Kinderkleider oder sehr schmale Röcke kannst du mit der Bügelhilfe bearbeiten. Je nach Schnitt und Modell verfügt dein Rock bereits über eingearbeitete Falten, zum Beispiel der angesagte Plisseerock. Folge beim Bügeln diesen vorgegebenen Linien und arbeite dich Bahn für Bahn von unten nach oben zum Bund. Bei optisch abgetrennten Kleidern solltest du dich an den Nähten orientieren und so Teil für Teil bügeln. Achte darauf, das Eisen in möglichst kurzen Bewegungen zu führen. Vergiss nicht, mitgelieferte Stoffgürtel extra zu bügeln.

Bügeln für Fortgeschrittene: Hosen

Bei Hosen beginnst du an den Beinen und arbeitest dich Stück für Stück nach oben. Hosenbeine aus Jeans oder Baumwolle kannst du flach auf dem Brett bügeln, weil sie dazu neigen, nur wenig zu zerknittern. Leinenhosen oder anspruchsvolle Modelle bügelst du sicherheitshalber auch mit der Bügelhilfe. Geh auch hier wieder rundenweise vor. Achte beim Bügeln darauf, die Hosentaschen auf links zu drehen. Sonst entstehen hässliche Knitter in der Leistengegend. Bügele zum Schluss den Bund und die aufgesetzten Taschen hinten. Willst du eine Stoffhose mit Bügelfalte glätten, musst du diese Falte auf Falte legen. Achte dabei auf Exaktheit, damit du keine zweite Falte versetzt einbügelst.

Bügeln für Profis: Hemden und Blusen

Die hohe Kunst des Bügelns stellt das Entknittern von Hemden und Blusen dar. Um dir hier die Arbeit zu erleichtern, kannst du sie zum Trocknen auch erst einmal ins Bad hängen. Hartnäckigere Falten bekommst du jedoch nur mit dem Bügeleisen heraus.

Wenn du es vor dem Waschen noch nicht getan hast, solltest du die Oberbekleidung jetzt aufknöpfen. Beginne dann, indem du das Rückenteil der Bluse glättest. Anschließend kommt die Vorderseite. Beginne mit einer Hälfte und achte dabei auf die Knöpfe. Die Zwischenräume glättest du ganz vorsichtig mit der Spitze des Bügeleisens. Aufgesetzte Taschen sparst du erst einmal aus, die erledigst du als letztes. Nach den großen Stoffteilen folgen wieder die Ärmel. Diese bügelst du genauso, wie oben bei den Langarmshirts beschrieben. Der einzige Unterschied: Öffne auch hier wieder eventuell vorhandene Knöpfe oder Schleifen. Business-Blusen oder Männerhemden besitzen oft Manschetten, die ebenfalls aufgeknöpft werden. Bügele diese wieder vorsichtig, nachdem du die Ärmel fertig hast.

Als Nächstes folgt der Kragen. Lege diesen flach auf das Bügelbrett, sodass Bluse oder Hemd nicht wieder zerknittern. Das klingt erst mal kompliziert, aber du wirst bald den Dreh raushaben. Beginne beim Kragen an einer Spitze und arbeite dich zur anderen vor. Zum Schluss bügelst du aufgesetzte Taschen auf der Vorderseite. Hier musst du ganz besonders darauf achten, den Stoff straff zu ziehen, damit keine Bügelfalten an einer Seite entstehen.

Ruheoase Bügelbrett

Wie bei allem anderen gilt auch beim Bügeln: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Auch wenn du schon versiert bist im Glätten von T-Shirts, können dich bestimmte Hosen oder Röcke trotzdem vor ungeahnte Herausforderungen stellen. Doch bügelst du regelmäßig, wird sich schon bald eine gewisse Routine einstellen.

Achte darauf, dass du zum Bügeln genug Zeit und Ruhe hast. Stehst du unter Zeitdruck, passieren dir Fehler. Neue Knitter entstehen und du hast am Ende mehr Arbeit. Lass es also ganz entspannt angehen. Vielleicht nutzt du deine Bügelzeit als kleine Auszeit? Routinierte Profis hören beim Bügeln zum Beispiel gern Hörbücher oder frischen ihre Fremdsprachenkenntnisse für den nächsten Urlaub auf. So macht die Hausarbeit gleich doppelt so viel Spaß.

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