Impfungen als Pflicht?

Impfungen: Lebensretter oder unnötige Angstmacher?

In diesem Jahr flammte die Debatte über Impfungen erneut auf. Dabei wird erörtert, ob Kindergärten und Schulen nicht geimpften Kindern den Zugang verwehren dürfen.

Impfungen als Pflicht?

In der Bundesrepublik Deutschland besteht die Schulpflicht. Kinder müssen in der Lage sein, am Unterricht teilnehmen zu können. Bei staatlichen Kindergärten verhält es sich ähnlich: Jedes Kind hat einen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz. Ausnahmen bestehen bei freien Trägern, die eigene Regeln für die Aufnahme festlegen können. So können diese beispielsweise Impfungen bei Kindern zur Pflicht machen.

Verantwortungsvoller Umgang mit unseren Mitmenschen

Impfungen halfen und helfen nachweislich Krankheiten auszurotten, wenn sie konsequent durchgeführt werden. In Deutschland erleben wir derzeit das Problem der Impfmüdigkeit, weshalb Krankheiten wie beispielsweise Masern seit 2006 wieder auftreten. Auch wenn scheinbar eine Krankheit in einem Land nicht mehr in Erscheinung tritt, kann diese trotzdem noch in anderen Ländern bestehen und eingeschleppt werden.

Durch eine Impfung erhält der Körper einen frühzeitigen und proaktiven Schutz gegen Infektionen. Wenn bei Erwachsenen Kinderkrankheiten ausbrechen, verlaufen sie meist schwerwiegender als bei Kindern. Daher schützt eine Impfung nicht nur das Kind, sondern auch sein Umfeld. Für diese sogenannte Herdenimmunität gilt daher die Empfehlung, Kinder gegen Mumps, Röteln, Masern, Hepatitis B und Keuchhusten zu impfen. Detaillierte Informationen liefert die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung in ihrem Themenportal „Impfen Info“.

Impfungen machen krank

Besonders in der Kritik stehen Impfungen von Babys unter sechs Monaten. Das noch nicht vollständig entwickelte Immunsystem wird durch die Impfung angegriffen. So stellt es eine zusätzliche Gefahr für das Kind dar. Je nach Verfassung des Immunsystems des Körpers kann durch eine Impfung ebendiese Krankheit ausbrechen, eine andere befördert werden und Nebenwirkungen eintreten. Derzeit existieren wenige objektive Studien über die Wirksamkeit und negativen Auswirkungen von Impfungen. Es wird zudem eine hohe Dunkelziffer vermutet. Nachgewiesen ist, dass bei einem von einer Million gegen Masern geimpften Kindern eine Entzündung des Gehirns eintritt und es zu Hirnschäden kommt. Man vermutet außerdem, dass einige Impfstoffe Allergien befördernde Stoffe enthalten. Prinzipiell sind Impfschäden aber nur schwer nachweisbar.

Der Körper kann sich oft und durch die spätere Zunahme von Medikamenten selbst heilen. Dabei muss er nicht zwingend vorher durch eine Impfung auf eine Krankheit vorbereitet sein. Wenn das Kind einmal eine Krankheit bezwungen hat, ist der Körper später robuster gegen Krankheiten.

Impfentscheidung bleibt jedem selbst überlassen

Dennoch muss jeder Mensch für sich entscheiden, ob er in einer Impfung das Geschäft mit der Angst vor einer Krankheit sieht oder den nachhaltigen Schutz des Kindes und seiner Umwelt. Für viele Eltern ist es dabei schwer, eine Impfentscheidung zu treffen. Ohne medizinisches Wissen sind viele Argumente in der Impfdiskussion nur schwer nachvollziehbar.

Erschwerend kommt hinzu, dass viele Impfgegner sich eher mit der Naturheilkunde identifizieren und die Schulmedizin oft weitestgehend ablehnen. Es besteht auch eine große Nähe zur Esoterik. Dadurch wird die Impfdebatte vor allem in sozialen Netzwerken oft schnell unsachlich. Das erschwert Müttern und Vätern den Informationsgewinn. Wer sich ganzheitlich zum Thema Impfen informieren will, dem bleibt nur das Lesen von Fachliteratur sowie das Gespräch mit dem behandelnden Arzt.

6 Gedanken zu “Impfungen: Lebensretter oder unnötige Angstmacher?

  1. Impfungen in der Schwangerschaft Impfstoffe können sowohl Ihnen helfen, schützen und Ihr Baby von durch Impfung vermeidbaren Krankheiten. Während der Schwangerschaft passieren geimpft Mütter auf schützende Antikörper-Infektionen bekämpfen Moleküle zu ihren Babys, bevor sie geboren sind. Dies sorgt für eine gewisse Immunität gegen bestimmte Impfung vermeidbare Krankheiten in den ersten Lebensmonaten, wenn Ihr Baby ist noch zu jung geimpft werden.

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