Medikamente-Kinder

Medikamente für Kinder: Das sollten Sie wissen!

Ein kindlicher Organismus reagiert auf Medikamente ganz anders als der eines Erwachsenen. Für Erwachsene eine ganze Tablette und für Kinder eine halbe Tablette – so einfach funktioniert es nicht.

Arzneimittel sollten immer genau nach Angaben des Arztes, Apothekers oder der Packungsbeilage dosiert werden, um die gewünschte Wirkung zu erzielen und das Risiko von unerwünschten Arzneimittelwirkungen, umgangssprachlich als Nebenwirkungen bezeichnet, zu minimieren.

Einfach die Dosis für ein Kind zu halbieren, funktioniert meistens nicht. Denn ein Kind ist kein kleiner Erwachsener, sondern besitzt einen ganz anderen Stoffwechsel. Je nach Wirkstoff brauchen die Kleinen bei einigen Medikamenten sogar eine deutlich höhere Dosierung im Verhältnis zu einem Erwachsenen (in Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht). Das liegt daran, dass Kinder bestimmte Wirkstoffe durch einen aktiveren Stoffwechsel schneller abbauen als Erwachsene. Um die gleiche Wirkung zu erzielen, muss dann die Dosis erhöht werden.

Beachten Sie die Hinweise der Packungsbeilage

Es müssen unbedingt die Hinweise in der Packungsbeilage beachtet werden. Für Kinder dosiert man Arzneimittel in flüssiger Form am besten mit einem Messbecher. Dosierhilfen findet man in jeder Packung. Am besten verabreicht man Medikamente im Sitzen, denn im Liegen besteht die Gefahr, dass sich das Kind schneller verschluckt.

Eltern sollten bei Arzneimitteln, die sie selbst verwenden und ihren Kindern geben möchten, unbedingt darauf achten, ob das Arzneimittel auch für Kinder zugelassen ist und Rücksprache mit dem Kinderarzt halten. Eine eigenmächtige Arzneimittelgabe ist unangebracht und kann der Gesundheit des Kindes schaden. Einige Medikamente, wie beispielsweise frei verkäufliche Schmerzmittel mit dem Wirkstoff Acetylsalicylsäure (ASS), sind für Kinder nicht geeignet, da durch die Einnahme lebensbedrohliche Zustände ausgelöst werden können.

Es muss nicht immer ein Medikament sein

Generell sollte der Arzneimittelkonsum überdacht werden. Nicht immer ist eine medikamentöse Behandlung notwendig. Oftmals reicht es bei harmlosen Beschwerden aus, Hausmittel wie Wärme, Bettruhe oder Kamillentee anzuwenden. Medikamente, auch frei verkäufliche oder naturheilkundliche, sollten nur in Absprache mit dem behandelnden Arzt gegeben werden. Das betont die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Unzugänglich für Kinder aufbewahren

Arzneimittel sollten außerdem immer außer Reichweite von Kindern und gemäß den Hinweisen in der Packungsbeilage aufbewahrt werden. Am besten lagert man Medikamente in einem abschließbaren Schrank.

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