Schokolade ist eine der beliebtesten Süßigkeiten

Wie gesund ist Schokolade?

Schokolade gibt es in unendlichen Sorten und Varianten. Doch wie gesund ist die süße Nascherei? Während die einen sie als Dickmacher verteufeln, heben andere gesundheitliche Vorteile hervor.

Schokolade ist eine der beliebtesten Süßigkeiten und wird auch gerne als Snack zwischendurch verputzt. Vor allem in der Weihnachtszeit wird gerne genascht und geschlemmt: Schokoladenfondue, weihnachtliche Hohlfiguren, Lebkuchen oder Marzipanbrote mit Schokoladenüberzug und der prall gefüllte Adventskalender sind nur einige Beispiele für süße Versuchungen, die derzeit überall lauern.

Mythen rund um die Wirkung von Schokolade gibt es zahlreiche. Schokolade soll glücklich machen, die Durchblutung steigern, die Konzentration fördern und sogar eine aphrodisierende Wirkung haben. Tatsächlich finden Forscher immer wieder Hinweise darauf, dass der in der Schokolade enthaltene Kakao zahlreiche wirksame Stoffe enthält. Einige Wissenschaftler behaupten sogar, mit Schokolade könnten bestimmte Krankheiten behandelt werden.

Positive Effekte auf die Gesundheit

In verschiedenen Übersichtsarbeiten wurde beschrieben, dass flavanolreiche Kakaoprodukte den Blutdruck senken können, sich positiv auf die Gefäßfunktion, Blutfettwerte und Insulinresistenz auswirken und dass ein moderater Schokoladenkonsum mit einem verringerten Risiko für Herzkrankheiten und Schlaganfall in Verbindung gebracht wird. Außerdem gibt es Hinweise, dass die im Kakao enthaltenden Flavanole die geistige Leistungsfähigkeit unterstützen und das Nervensystem stärken. Außerdem kann Schokolade als Stresskiller dienen.

Kein endgültiger Beweis für schützenden Effekt auf das Herz

Laut einer Studie aus dem Jahr 2015 steht der tägliche Verzehr von 100 Gramm Schokolade mit einem geringeren Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Verbindung. Dies berichten Forscher unter anderem von der University of Aberdeen in einer Studie mit über 20.000 Probanden. Dass Schokolade wirklich gut für das Herz ist, beweisen die Ergebnisse allerdings nicht. Denkbar wäre, dass sich bereits erkrankte Menschen beim Schokoladenkonsum zurückhalten und Schokoladenliebhaber andere herzgesunde Verhaltensweisen an den Tag legen. Wer einen gesunden Lebensstil pflegt, dem schadet auch ein gewisser Schokoladenkonsum nicht.

Dunkle Schokolade ist nicht unbedingt gesünder

Dunkle Schokolade hat einen höheren Kakaoanteil und enthält besonders viele Flavanole. Aber auch die Schwermetallbelastung ist in dunklerer Schokolade höher. Schwermetalle wie Cadmium gelangen über den Kakao in die süße Versuchung. Je höher der Kakaoanteil, desto größer auch der Gehalt an Schwermetallen. Im Zucker- und Energiegehalt unterscheiden sich Bitter- und Vollmilchschokolade weniger als von den meisten angenommen. Weiße Schokolade enthält dagegen mehr Fett und gar kein Kakaopulver. Somit enthält sie auch keine wertvollen Flavanole aus Kakao.

Zwei Seiten der (Schokoladen-) Medaille

Der Schokolade und ihrem enthaltenen Kakao werden viele positive Effekte zugesprochen. Endgültige wissenschaftliche Beweise fehlen jedoch häufig. Anderseits stehen Süßigkeiten und damit auch Schokolade immer wieder in Verdacht, Erkrankungen wie Akne, Migräne oder auch Hyperaktivität und aggressives Verhalten negativ zu beeinflussen. Ebenfalls nicht besonders gut ist Schokolade für die Zähne.

„Dass Kakao-Flavanole über die gefäßerweiternde Wirkung zu einem normalen Blutfluss beitragen können, ist wissenschaftlich belegt und von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) als Health Claim – gesundheitsbezogene Angabe über ein Lebensmittel – bestätigt“, sagt Silke Restemeyer von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. in Bonn. Dafür musst du aber keine Massen an Schokolade vertilgen: 2,5 Gramm flavanolreiches Kakaopulver oder 10 Gramm flavanolreiche dunkle Schokolade reichen bereits aus, um von dem positiven Effekt zu profitieren.

Naschen erlaubt – genießen erwünscht

Gegen maßvolles Naschen ist absolut nichts einzuwenden. Wichtig ist jedoch, die Menge im Blick zu behalten. Denn auch wenn Schokolade positive Effekte auslöst und die Stimmung heben kann, liefert sie viel Zucker und Energie. Außerdem solltest du Schokolade und auch andere Süßigkeiten nicht zum Trost oder als Belohnung eingesetzen. Insbesondere Kinder sollten von Anfang an lernen, dass Essen nicht der Regulierung von Emotionen dienen soll. Beim Verzehr von Schokolade sollte der Genuss im Vordergrund stehen. Als energiereiches Genussmittel kann Schokoladen durchaus ihren Platz in einer ausgewogenen Ernährung finden. Eine ganze Tafel jeden Tag sollte es aber nicht sein. Bereits nach 2-3 Stücken Schokolade werden durch die enthaltenden Stoffe Reaktionen im Gehirn ausgelöst, die mit einem positiven Gefühl in Verbindung gebracht werden.

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