Ausgewogene Ernährung für Zähne wichtig

Zahnfreundliche Ernährung für gesunde Zähne

Heute ist Tag der Zahngesundheit! Um die Zähne lange zu erhalten, kann man neben der richtigen Zahnpflege auch einiges mit einer zahnfreundlichen Ernährung für die Gesundheit der Zähne tun.

Zucker wird in zahnschädliche Säuren umgewandelt

Zucker wird durch die Bakterien in den Zahnbelägen zu Säuren abgebaut. Er dient diesen Bakterien als Nahrung. Die entstandenen Säuren greifen den Zahnschmelz an – sie lösen Mineralien aus dem Zahn heraus und es entsteht Karies. Eine ausgewogene Ernährung ist deshalb auch für unsere Zähne wichtig. Die bei Kindern oft als „Zahnteufel“ bezeichneten Bakterien in der Mundhöhle freuen sich über jede Portion Zucker, die sie bekommen. Deshalb ist besonders der häufige Kontakt mit zuckerhaltigen Lebensmitteln ungünstig für die Zähne. Bei jedem Kontakt mit Zucker bilden die Bakterien etwa eine halbe Stunde lang schädliche Säuren. Bei klebrigen Lebensmitteln, welche die Zähne lange umgeben, sogar noch länger. Die Zähne benötigen außerdem ausreichend lange Pausen zwischen den Mahlzeiten, damit sie mit Hilfe des Speichels wieder die notwendigen Mineralstoffe in den Zahnschmelz einbauen können.

Säurehaltige Lebensmittel können zu Zahnerosionen führen

Einige Nahrungsmittel enthalten selbst Säuren, welche den Zähnen ohne Beteiligung von Bakterien Schäden zufügen können. Diese lösen ebenfalls Mineralien aus dem Zahnschmelz heraus, auch wenn sie nicht zu Karien führen. Man nennt dies Zahnerosion. Säurehaltige Lebensmittel sind zum Beispiel Fruchtsäfte, Obst, Essig und Erfrischungsgetränke. In Erfrischungsgetränken wie Eistee oder „Wasser mit Geschmack“ ist häufig Zitronensäure zugesetzt. In moderaten Mengen richten diese Lebensmittel keine Schäden an. In hohen Mengen oder bei häufigem Verzehr säurereicher Lebensmittel kann es zu Zahnerosionen kommen. Besonders häufig sind Menschen betroffen, die überwiegend Softdrinks trinken. Direkt nach dem Verzehr säurehaltiger Lebensmittel sollten die Zähne nicht geputzt werden. Besser ist es, den Mund nur mit Wasser auszuspülen und mit dem Zähneputzen eine halbe Stunde zu warten.

Tipps für eine zahnbewusste Ernährungsweise

  • bevorzugen Sie Getränke ohne Zucker (z. B. Wasser, ungesüßte Tees, Kaffee ohne Zucker)
  • vermeiden Sie den Konsum zucker- und säurehaltiger Getränke über den Tag verteilt
  • Kinder sollten von Anfang an daran gewöhnt werden, ungesüßte Getränke zu trinken (Leitungswasser, stilles Mineralwasser, ungesüßte Kräuter- und Früchtetees)
  • nach dem Genuss von zuckerhaltigen Lebensmittel wie Fruchtsäften oder Süßigkeiten mit Wasser nachspülen
  • besonders ungünstig für die Zähne sind zuckerhaltige Lebensmittel, die lange an den Zähnen kleben, wie Honig oder Karamellbonbons
  • süße Lebensmittel besser nur einmal am Tag genießen, statt in kleinen Portionen über den Tag verteilt
  • nach dem Genuss von Süßigkeiten Zähneputzen!
  • essen Sie insbesondere abends nach dem Zähneputzen nichts Süßes mehr

Kalzium, Magnesium und Fluorid für starke Zähne

Um Zähnen (und Knochen) Festigkeit zu verleihen, werden verschiedene Mineralstoffe eingelagert. Besonders wichtig für die Zahngesundheit sind Kalzium, Magnesium und Fluorid. Kalzium ist enthalten in Milch und Milchprodukten (z. B. Käse, Joghurt, Quark), grünen Gemüsesorten wie Grünkohl, Brokkoli oder Rucola und Nüssen und Kernen wie Sesamsamen. In letzteren findet man ebenso reichlich Magnesium. Außerdem ist der Mineralstoff noch reichlich in Vollkornprodukten enthalten. Ein Mineralwasser ist kalziumreich, wenn mehr als 150 mg/l Kalzium enthalten ist. Es gibt auch Mineralwassern, die gleichzeitig Magnesiumhaltig sind – d. h. mind. 50 mg/l Magnesium. Fluoride befinden sich in schwarzen Tee, Nüssen und Vollkornprodukten. Da es über die Ernährung kaum möglich ist, genügend Fluorid aufzunehmen, wird die Verwendung von fluoridiertem Salz empfohlen. Wer Salz mit Fluoridzusatz verwendet, sollte keine zusätzlichen Fluoridtabletten einnehmen, um einer Überversorgung vorzubeugen. Außerdem ist Fluorid in Zahncreme enthalten und kann so direkt in den Zahnschmelz eingebaut werden.

3 Gedanken zu “Zahnfreundliche Ernährung für gesunde Zähne

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