Menschen mit Behinderung sehen anders aus

Sie sind anders und doch genau so wie alle anderen

Menschen mit Behinderung sehen anders aus, sind nicht „normal“ und doch fällt es manchmal schwer, einen Unterschied zu erkennen. Leider werden sie noch heute teilweise ausgegrenzt und für dumm gehalten.

Aber es gibt – zum Glück – Hoffnungsschimmer und zahlreiche, wunderbare Erfolgsgeschichten! Finnland schickt dieses Jahr eine europaweit bekannte Punk-Band, deren Mitglieder alle das Downsyndrom haben, zum Eurovision Song Contest. Einer der weltbesten Klavierspieler ist blind und leidet an Autismus. In Rüsselsheim betreibt Silvia Krüger, die am Downsyndrom erkrankt ist, stolz ihren eigenen kleinen Imbiss.

Jeder Mensch muss frühzeitig gefördert werden, um später Fähigkeiten entwickeln zu können. Dabei existieren keine Unterschiede zwischen behinderten und nicht behinderten Menschen. Leider wird dieser Idealzustand jedoch nicht immer in die Praxis umgesetzt.

So oder so sollten Kinder nicht frühzeitig verurteilt werden, wenn eine Behinderung diagnostiziert wird. Vielmehr müssen Eltern, Bildungsträger und -einrichtungen in die Lage versetzt werden, jedes Kind individuell nach seinen Bedürfnissen fördern zu können. Beispielsweise benötigen gehörlose Kinder einen Gebärdendolmetscher, um den Unterricht verstehen zu können. Kinder mit geistigen Behinderungen benötigen u.a. mehr Zeit. Eine wirkliche Inklusion ist notwendig – und nicht wie bisher, das „Abschieben“ von Menschen mit Behinderungen in Sonderschulen oder Behindertenwerkstätten. Rollstuhlfahrer haben darüber hinaus noch mit ganz anderen Problemen zu kämpfen. Beispielsweise können sie nicht gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilhaben, weil ihnen durch zu hohe Bordsteinkanten, enge Türen oder Treppen Wege versperrt bleiben.

Menschen mit Behinderung haben schlechte Chancen auf dem Arbeitsmarkt, weil es ihnen nur selten ermöglicht wird, einen Schulabschluss zu erhalten. Ebenfalls werden Menschen, die anders und fremd sind, oft von der Gesellschaft ausgegrenzt.

Aber: In der Gesellschaft tritt langsam eine Kehrtwende ein. Das Gesetz schreibt vor, dass in Unternehmen ab 20 Mitarbeitenden mindestens fünf Prozent Menschen mit einer schweren Behinderung einzustellen sind. Große Konzerne toppen diese Zahlen. Die Deutsche Bahn ist ein Beispiel für die Förderung von Menschen mit Behinderung. Headhunter suchen beispielsweise in Schulen nach Menschen mit Behinderungen, garantieren ihnen eine Ausbildungsstelle und einen Arbeitsplatz. Ebenfalls werden die Arbeitsplätze und -zeiten versucht den individuellen Bedürfnissen anzupassen. Darüber hinaus sind alle Einrichtungen und Züge barrierefrei gestaltet.

Es ist interessant, welche Fähigkeiten Menschen mit einer Behinderung entwickeln und was ihr Gehirn außergewöhnliches leisten kann. Zum Beispiel erinnerte sich eine Gruppe von Behinderten an jedes Spiel ihrer Lieblingsmannschaft und konnte alle Ergebnisse korrekt aufsagen.

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