Schädigung durch UV-Strahlung

UV-Strahlung gefährlicher als gedacht

Wenn es um den wirksamen Schutz vor Hautkrebs geht, könnten zukünftig „After-Sun“-Lotionen genauso wichtig wie Sonnencremes werden. Forscher fanden heraus, dass Sonnenbaden noch Stunden nachher DNA-Schäden hervorruft.

Kurze Sonnenbäder, die keine sichtbare Hautreizung hervorrufen, galten bisher als gesundheitlich unbedenklich. Neue Forschungsergebnisse zeigen nun, dass auch noch Stunden später in der Haut, die der UV-Strahlung ausgesetzt war, neue Schäden am Erbgut entstehen.

Direkte und indirekte Schädigung der DNA durch UV-Strahlen

Unsere DNA wird während eines Aufenthaltes in der Sonne direkt durch die ultraviolette Strahlung geschädigt. Werden diese Schäden nicht umgehend von den körpereigenen Reparaturmechanismen behoben, können Mutationen mit fatalen Auswirkungen entstehen. Diese Mutationen sind eine häufige Ursache für das Auftreten von Melanomen, dem so genannten schwarzen Hautkrebs.

Die Hälfte der Veränderungen an dem Erbgut entsteht in den zwei bis drei Stunden nach einem Sonnenbad. Da der Prozess jedoch langsam abläuft, sind vorbeugende Maßnahmen durch spezielle Sonnencremes denkbar.

Hierzulande gibt es ca. 20.000 Neuerkrankungen des schwarzen Hautkrebses pro Jahr. Gesetzlich Versicherte haben in Deutschland ab einem Alter von 35 Jahren alle zwei Jahre Anspruch auf eine Hautuntersuchung zur Früherkennung durch einen Arzt mit entsprechender Fortbildung. Einige Krankenkassen, wie die BARMER GEK, bieten sogar bereits Versicherten unter 35 Jahren einen kostenlosen Haut-Check an.

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