Kommunikation ohne Worte - Babyzeichensprache

Kommunikation ohne Worte – Babyzeichensprache

Eltern wollen ihren Nachwuchs verstehen und Babys wollen verstanden werden. Die Babyzeichensprache kann helfen, die Kommunikation in der Zeit, in der sich das Kind noch nicht mitteilen kann, zu verbessern.

Was ist Babyzeichensprache?

Die Babyzeichensprache soll die Zeit, in der das Baby noch nicht sprechen kann, mit verschiedenen Zeichen überbrücken. Dies soll zur Zufriedenheit von Kind und Eltern beitragen. Das beste Alter um mit der Zeichensprache zu starten ist zwischen dem sechsten und neunten Lebensmonat. Dann haben Babys die notwendigen motorischen Fähigkeiten entwickelt, um die Hände koordiniert zu benutzen. An den folgenden Situationsbeschreibungen erkennt man, ob das Baby reif für die Zeichensprache ist:

  • Es lässt Spielzeug fallen und sieht dem Gegenstand nach.
  • Das Baby zeigt auf Dinge.
  • Es kann schon Zeichen wie winke-winke.
  • Es ahmt Gesten oder Tätigkeiten nach.

Wie bringt man dem Kind die Zeichensprache bei?

Zum Start sollte man Zeichen wählen, die für die Grundbedürfnisse des Kindes stehen. „Milch“, „essen“ oder „mehr“ sind solche Begriffe, die für Babys wichtig sind und ihnen die Kommunikation erleichtern. Zeigen Sie beispielsweise dem Kind immer das Zeichen für Milch, wenn Sie es stillen oder ihm das Fläschchen geben. Fragen und zeigen Sie: „Möchtest Du Deine Milch trinken?“ Auch unmittelbar danach können Sie sagen und zeigen: „Prima hast Du Deine Milch getrunken.“ Wichtig: Wiederholen Sie die Babyzeichen so oft es geht und achten Sie dabei darauf, dass Ihr Kind sie ansieht. Je häufiger das Baby die Zeichen sieht, desto schneller lernt es zu verstehen, wofür Worte und Zeichen stehen.

Was sagt die Forschung?

Laut Anhängern und Befürwortern der Babyzeichensprache gibt es jede Menge Vorteile. So wird z.B. davon ausgegangen, dass es die Eltern-Kind-Beziehung verbessert, die Sprachentwicklung sowie die Intelligenz der Kinder fördert und dass die Kinder eine bessere Sozialkompetenz entwickeln. Die Psychologin Prof. Kiegelmann von der Universität Karlsruhe forscht derzeit zu diesem Thema und vermutet, dass zwei Dinge die Babyzeichensprache populär machen: Der generelle Anstieg des Interesses für frühkindliche Bildung und der mit der Babyzeichensprache verbundene Spaßfaktor für Eltern und Kind. Obwohl vor allem in den USA viel geforscht wird zu diesem Thema, lägen nach Kiegelmann derzeit keine gesicherten Erkenntnisse vor, die die versprochenen Vorteile der Babyzeichensprache eindeutig belegen. Nach ihrer Einschätzung handelt es sich um eine harmlose Methode mit potentiellem Spaßfaktor.

Fazit

Babyzeichensprache ist eine Möglichkeit, spielerisch mit dem Baby zu kommunizieren. Auch wenn nicht sicher ist, ob so die Intelligenz oder Sozialkompetenz gefördert wird, kann es Spaß machen, so mit seinem Baby in Kontakt zu treten. Es gibt sogar Babyzeichensprachekurse für Babys oder Workshops, wo Eltern die Sprache erlernen können.

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