Nicht nur in Ei und Geflügel lauern gefährliche Salmonellen

Nicht nur in Ei und Geflügel lauern gefährliche Salmonellen

Salmonellen gehören zu den häufigsten Verursachern von Lebensmittelinfektionen. Schützen Sie sich vor einer Infektion, indem Sie die Lebensmittelhygiene beachten und im Zweifelsfall zu sicheren Speisen greifen.

Salmonellen sind für 90 % der Lebensmittelinfektionen verantwortlich

Salmonellen sind Bakterien, welche in der Natur weit verbreitet sind. In vielen Ländern stellen sie einen der bedeutendsten bakteriellen Erreger von Durchfall bei Menschen dar. In Deutschland ist die endemisch auftretende Samonellose eine der häufigsten Infektionserkrankungen. 90 % der Lebensmittelinfektionen werden hierzulande durch Bakterien der Gattung Salmonella ausgelöst. Symptome einer Salmonellose sind Bauchschmerzen, Durchfall, Fieber und Erbrechen. Bei Säuglingen und Kleinkindern, alten oder kranken Menschen sowie Schwangeren kann eine Infektion mit Salmonellen lebensbedrohlich werden. In manchen Fällen der Salmonellose treten keine der genannten Symptome auf, obwohl die Bakterien im Darm vorhanden sind und mit dem Stuhl ausgeschieden werden.

Bei einer Salmonelleninfektion während der Schwangerschaft besteht das Risiko einer Frühgeburt. Ein schwerer bzw. komplikationsreicher Verlauf einer Salmonellose bei der Mutter kann die Gesundheit des Kindes gefährden. Schwangere sollten deshalb auf rohe tierische Lebensmittel verzichten.

Nicht nur rohe Eier und Geflügel können mit Salmonellen behaftet sein

Eine Infektion mit dem Durchfallerreger wird in den meisten Fällen durch den Verzehr von kontaminierten Lebensmitteln verursacht; häufig tritt dies auch in Verbindung mit mangelnder Lebensmittelhygiene auf. Viele Verbraucher denken, dass Salmonellen nur in Geflügelfleisch und rohen Eiern vorkommen. Das ist so nicht richtig. Viele Lebensmittel können mit Salmonellen belastet sein, z. B. kontaminierte Salate, Sushi, Milchspeisen wie Eiscreme oder auch rohes Schweinefleisch. Die Form der Tierhaltung, die Schlachtung sowie Vermarktung hat Einfluss auf das Vorkommen von Salmonellen. Gefahren lauern nicht nur in rohen Speisen, sondern auch auf Buffets, wenn Speisen über längere Zeit ungekühlt bleiben und von verschiedenen Menschen angefasst werden. Außerdem können sich auf Gemüse und Obst Salmonellen befinden. Die Wachstumsansprüche der Salmonellen sind gering. Am besten wachsen und vermehren sie sich bei einer Temperatur von 37° C.

Diese Lebensmittel sollten laut dem Baden-Württembergischen Ministerium für ländlichen Raum und Verbraucherschutz von Schwangeren gemieden werden:

Fleisch und Fleischerzeugnisse
  • Rohes nicht durchgegartes Fleisch wie Steaks, Hackepeter, Mett, Tatar, Carpaccio
  • Rohwürste wie Salami, Teewurst; Cervelatwurst, Cabanossi, Mettwurst, Plockwurst
  • Rohe Pökelware wie Rohschinken oder Bündnerfleisch
Fisch, Fischerzeugnisse und Meeresfrüchte
  • Roher Fisch und rohe Meeresfrüchte wie Matjes, Sushi, Fisch-Carpaccio, Sashimi, Austern
  • Geräucherte oder gebeizte Fischerzeugnisse wie Räucherlachs, geräucherte Makrele, Graved Lachs
Milch, Milchprodukte und Käse
  • Rohmilch und alle daraus hergestellten Produkte
  • Aus pasteurisierter Milch hergestellter Weichkäse wie Camembert
  • Käse mit Oberflächenschmiere, z. B. Limburger, Harzer Roller, Tilsiter
  • Eingelegter Käse aus offenen Gefäßen wie Feta und Schafskäse (vor allem in der Gemeinschaftsverpflegung und Gastronomie)
  • Vorgefertigter Reibekäse
Obst und Gemüse
  • Ungewaschenes Obst und Gemüse
  • Vorgefertigte Salate
  • Salate aus Salattheken der Gemeinschaftsverpflegung und Gastronomie
  • Unerhitzte Säfte, Smoothies an Obstständen

Hygienischer Umgang mit Lebensmitteln ist der beste Schutz vor einer Salmonellose

Trotz aller Vorsicht kann es passieren, dass man sich eine Salmonelleninfektion zuzieht. Treten Krankheitssymptome wie Übelkeit, Erbrechen und Durchfälle etwa 12 bis 24 Stunden nach dem Verzehr kritischer Lebensmittel ein und sind mehrere Leute, welche die gleichen Speisen verzehrt haben, betroffen, ist dies ein Hinweis auf eine mögliche Salmonelleninfektion. Wenden Sie sich in diesem Fall an Ihren Hausarzt. Er kann den Verdacht bestätigen und die Erkrankung angemessen therapieren.

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit hat sieben Regeln zum hygienischen Umgang mit Lebensmitteln zusammengestellt.

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