Es wird… ein Baby!

Es wird… ein Baby!

Etwa ab der 17. Schwangerschaftswoche kann der Arzt das Geschlecht des Babys bestimmen. Ändert das die Einstellung zum Kind? Und ist es auch ok, es nicht wissen zu wollen?

Die meisten werdenden Eltern wollen heutzutage wissen, ob sie einen Jungen oder ein Mädchen erwarten. Die Gründe dafür können verschieden sein. Einigen geht es vielleicht darum, das Kinderzimmer geschlechtsspezifisch einzurichten oder passende Kleidung zu kaufen. Anderen Eltern geht es eher darum, eine bessere Bindung aufzubauen oder vielleicht ist es auch schlicht der Kontrollwahn, dem wir heute unterliegen. Wir sind ständig erreichbar (übers Handy), müssen immer alles sofort wissen (Google) und überlassen nichts dem Zufall. Deswegen möchten wir nach neun Monaten auch nicht überrascht werden. In ganz seltenen Fällen passiert das natürlich trotzdem mal, falls das Kind ungünstig lag oder der Arzt sich geirrt hat.

Wann bestimmen?

Etwa ab der 17. Schwangerschaftswoche wird die Schwangerschaft langsam sichtbar und man kann auch das Geschlecht feststellen. Dies gelingt jedoch nur, wenn das Kind günstig liegt. Es ist heute üblich, dass der Gynäkologe dieses mitteilt, wenn er die Ultraschalluntersuchung durchführt. Wer sich bei der Geburt überraschen lassen möchte, sollte den Arzt also unbedingt deutlich darauf hinweisen. Jetzt kommt es auch zu den ersten spürbaren Bewegungen des Kindes. Für viele Mütter ist das der Moment, wo sie anfangen, eine enge Bindung zu dem Kind aufzubauen. Sie spüren, dass die Bewegungen im Bauch Reaktionen auf das eigene Verhalten sind. So sind Bewegungen nachts manchmal deutlich spürbarer für die Mutter, weil das Kind kürzere Schlafphasen hat und der Bauch auch nicht durch bestimmte Sitzpositionen eingeengt ist. Streicheln der Bauchdecke kann hingegen beruhigend auf das Kind wirken. Diese Reaktionen lassen eine enge Bindung zwischen Mutter und Kind entstehen.

Was ändert sich, wenn man das Geschlecht weiß?

Bereits im Bauch werden dem Baby bestimmte Charaktereigenschaften zugeschrieben. Ein Baby, das viel strampelt wird als lebhaft, eins das sich weniger bewegt vielleicht als sanft bezeichnet. Wenn nun noch das Geschlecht bekannt wird, kann man sich den Charakter weiter ausmalen. Das Baby wird ein „stilles Mädchen“ oder ein „wilder Bub“. Möglicherweise lässt man sich hier aber auch von Rollenbildern verleiten und nimmt Jungen eher als lebhaft wahr, Mädchen hingegen als brav. Es ist erwiesen, dass Erwachsene ihre Stimmlage je nach Geschlecht des Kindes variieren. So wird schon die Stimmlage angepasst, wenn das Baby im Bauch von einem geschlechtsneutralen „es“ zu einer „sie“ oder einem „er“ wird.

Volksweisheiten zur Geschlechtsbestimmung

Seit Jahrhunderten ranken sich Volksweisheiten zur Geschlechtsbestimmung um die Schwangerschaft. An den meisten ist nichts dran, z. B. seien Pickel in der Schwangerschaft ein Zeichen für ein Mädchen, weil dieses der Mama schon im Bauch die Schönheit raubt. Auch trüber Urin und ein breiter Bauch sollen für ein schönes Mädchen sprechen. Es gibt unzählige von diesen Weisheiten, den meisten Eltern geht es jedoch nur darum, dass ihr Kind gesund zur Welt kommt. Ob Sie das Geschlecht vorher wissen wollen, ist eine persönliche Entscheidung und da sollten Sie keine Einmischung von außen dulden. Auch wenn der Druck auf die Mutter groß werden kann, wenn alle fragen: „Und, was wird es denn?“. Einfach geheimnisvoll und strahlend lächeln: „Ein Baby!“

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