Kann man durch bestimmte Lebensmittel Geburtswehen fördern?

Kann man durch bestimmte Lebensmittel Geburtswehen fördern?

Viele Mythen ranken sich um geheimnisvolle Rezepturen, die von Hebammen angewendet werden, um Geburtswehen bei hochschwangeren Frauen zu fördern. Doch ist da wirklich etwas dran?

Himbeerblätter-Tee und Zimt können in geringen Maße Wehen fördern

Himbeerblätter-Tee kann bereits einige Wochen vor dem errechneten Geburtstermin getrunken werden. Er schmeckt gut und kann dazu beitragen, die Beckenmuskulatur zu lockern. Viele Hebammen schwören auf Himbeerblätter-Tee, obwohl die wehenfördernde Wirkung nicht wissenschaftlich belegt ist. Nebenwirkungen sind hier nicht zu erwarten. Ähnlich sieht es beim Tee aus Eisenkraut aus. Auch hier kann die Anbahnung von Wehen nur gefördert werden, wenn die Bereitschaft für die Geburt bereits vorliegt. Insgesamt ist die Wirkung ebenfalls gering. Außerdem ist Eisenkraut-Tee nicht unbedingt ein kulinarischer Genuss. Zimt gilt schon seit je her als wehenfördernd. Aber auch bei dem beliebten Gewürz ist die Wirkung eher als gering einzuschätzen. Vor dem Verzehr von größeren Mengen Zimt wird allerdings von manchen Frauenärzten abgeraten.

Nicht schmackhaft, aber effektiv: Rizinusöl

Rizinusöl kann tatsächlich recht gut Wehen fördern und sollte deshalb erst nach dem errechneten Geburtstermin und nicht auf eigene Faust, sondern immer unter Aufsicht einer Hebamme eingenommen werden. Einige Krankenhäuser arbeiten ebenfalls mit Rizinusöl. Hierbei werden zwei Esslöffel des Öls in ein Getränk wie beispielsweise Fruchtsaft gegeben. Rizinusöl kann zu Unwohlsein und Durchfall führen.

Bei früher Wehentätigkeit bestimmte Lebensmittel besser meiden

Stark abführende Substanzen sollten in der Schwangerschaft gemieden werden, da die hervorgerufenen Kontraktionen im Darm bei empfindlichen Schwangeren Wehen auslösen können. Abführend wirken zum Beispiel größere Mengen Zuckeraustauschstoffe, die in Kaugummi oder zuckerreduzierten Süßwaren zu finden sind.

Außerdem sollen folgende Kräuter und Gewürze die Gebärmuttermuskulatur stimulieren und zu vorzeitigen Wehen führen können: Nelken, Majoran, Thymian, Curry, Koriander und Ingwer. Des Weiteren wird vom Verzehr unreifer Papayas und Chinin abgeraten. Letzteres ist in Bitterlemongetränken und Tonic Drinks vorhanden.

Fazit

Einigen Lebensmitteln wird eine wehenfördernde Eigenschaft nachgesagt. Die Wirksamkeit ist dabei eher gering. Bei einer intakten Schwangerschaft bestimmt in der Regel das Baby, wann es zur Welt kommen möchte. Von außen kann mit herkömmlichen Lebensmitteln wenig eingewirkt wirken. Bei empfindlichen Frauen, welche zu frühzeitigen Wehen neigen oder schon eine Frühgeburt erlebt haben, ist bei bestimmten Speisen und Gewürzen allerdings Vorsicht geboten. In geringen Mengen sind die genannten Gewürze und Kräuter allerdings als unproblematisch einzustufen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Ich akzeptiere die Datenschutzhinweise