Sicher kochen mit Kindern – Gefahrenstellen in der Küche

Sicher kochen mit Kindern – Gefahrenstellen in der Küche

Auch kleine Kinder kann man schon an die Mithilfe in der Küche und das Kochen heranführen. Dabei sollten jedoch altersgemäße Aufgaben gewählt werden und sie sollten immer beaufsichtigt werden!

Auch die Kleinsten möchten schon in der Küche mithelfen, denn dann fühlen sie sich stolz und groß. Es lässt sich oft gar nicht vermeiden, dass Kinder mit in der Küche rumwuseln, denn sie möchten einfach immer und überall dabei sein, die Welt erkunden und Mama und Papa helfen. Kinder beim Kochen helfen zu lassen ist eine gute Sache, denn es fördert ihr Selbstbewusstsein und ihre Selbstständigkeit. Einige Dinge sollte man jedoch dabei beachten, damit sie sicher mithelfen können. Typische Gefahrenquellen sind natürlich die heiße Herdplatte, aber was gibt es noch?

Vorsicht heiß

Wenn man Kinder mithelfen lässt, sollte man sie direkt über Klassiker wie die heiße Herdplatte aufklären, damit sie nicht drauffassen und sich verbrennen. Hier kann ein Induktionsherd eine Überlegung wert sein, denn da ist die Herdplatte nur heiß, wenn ein Topf darauf steht. Beim Kochen sollten möglichst die hinteren Herdplatten benutzt werden, so können kleine Kinder nicht die Töpfe von der Herdplatte ziehen. Griffe und Henkel sollten immer nach hinten gedreht werden, damit Kinder nicht drankommen können. Eine weitere Gefahr ist der Wasserkocher. Er sollte einen festen Stand haben und nicht an Schrankkanten stehen, sondern weiter weg, so dass Kinder ihn nicht herunterziehen können und sich verbrühen können. Wasserkocher sind oft sehr schwer, daher sollten kleine Kinder ihn nicht ohne Aufsicht selbst benutzen. Auch der Toaster oder Backofen können Gefahrenquellen sein.

Vorsicht scharf

Schon dreijährige können beim Schneiden mithelfen. Wichtig ist, dass sie im Sitzen auf einem sicheren Stuhl mithelfen. Am Anfang sollte man Kinder nur mit Plastikmessern oder Buttermessern üben lassen. Hier eignen sich weiche Nahrungsmittel wie Bananen oder Gurken. Bananen kann man wunderbar ins Müsli schnippeln, da können die Kleinen gut üben. Wenn sie schon etwas sicherer sind, können sie auch ein schärferes Messer bekommen und sich auch an andere Sachen heranwagen. Dem Kind sollte erklärt werden, dass es immer vom Körper weg schneiden soll, um sich nicht zu verletzen. Auch bei geübten Kindern sollte man immer ein Auge drauf haben. Wenn Kinder abgelenkt oder unkonzentriert sind, können sie sich schnell schneiden.

Einmal mixen, bitte

Gerade beim Backen wollen Kinder gerne mithelfen, da sie Süßes lieben. Sie können hier helfen Sachen abzuwiegen oder zu mixen. Ein Kindergartenkind kann zum Beispiel schon einen Mixer halten, dabei sollten beide Hände am Griff sein, damit nicht aus Versehen ein Finger in die Rührschüssel rutscht. Achtung bei Kindern mit langen Haaren: Sie sollten unbedingt zusammengebunden werden, wenn sie eine gewisse Länge haben, damit sie sich nicht im Rührgerät verfangen. Bleib beim Mixen unbedingt dabei und halte die Rührschüssel fest, damit du beherzt eingreifen kannst, wenn der Mixer spontan losgelassen wird.

Stolze Helferlein

Warum soll ich mein Kind überhaupt mithelfen lassen, wenn es doch so gefährlich ist? Kinder lieben es, zu helfen. Durch die gemeinsame Hausarbeit wird nicht nur die Motorik gefördert, sondern es fördert auch die Beziehung zu dem Kind und es lernt etwas fürs Leben. Kinder wollen dabei sein, und man sollte sie auch lassen. Es ist besser, sie rechtzeitig über Gefahren aufzuklären und ihnen beizubringen, mit Küchengeräten umzugehen, als sie komplett fernzuhalten. Denn ungeübte Kinder sind eher in Gefahr, sich zu verletzen, als geübte, die mit den Geräten und Utensilien umgehen können.

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