Tee in der Schwangerschaft

Tees in der Schwangerschaft: Diese kannst du trinken

Tees bieten eine gute Möglichkeit, den erhöhten Flüssigkeitsbedarf von dir und deinem Baby zu decken. Allerdings solltest du auf die Teesorte achten, denn nicht alle Tees sind in der Schwangerschaft geeignet.

Schwangere sollten viel trinken

Tee ist ein wohltuendes Getränk, das auch in der Schwangerschaft zu empfehlen ist. In den kalten Monaten tut er gut, um sich von innen aufzuwärmen. An heißen Tagen kann er gekühlt als Erfrischung dienen. Gerade in der Schwangerschaft hat dein Körper einen erhöhten Bedarf an Flüssigkeit. Durch dein heranwachsendes Baby ist dein Kreislauf mehr gefordert und die Blutmenge nimmt zu. Daher solltest du viel trinken – vor allem Wasser, verdünnte Säfte und Tee. Die Auswahl in den Teeregalen ist allerdings unendlich groß. Einige Teesorten helfen werdenden Müttern bei Schwangerschaftsbeschwerden. Andere Sorten sind aufgrund ihrer Inhaltsstoffe eher ungeeignet. Hier ein paar allgemeine Tipps:

  • Du solltest regelmäßig die Teesorte wechseln. So vermeidest du unerwünschte Nebenwirkungen, wenn du eine Sorte über einen längeren Zeitraum trinkst.
  • Achte beim Kauf auf Bio-Qualität.
  • Wähle statt Beuteln lieber lose Tees. Sie haben meistens mehr Aroma und eine bessere Qualität.
  • Gieß deinen Tee immer mit kochend heißem Wasser auf.
  • Wirf einen Blick auf die Zutatenliste bei Teemischungen. Manche enthalten ungeeignete Kräuter.

Welche Tees sind für Schwangere erlaubt?

Die meisten Sorten kannst du in kleinen Mengen ab und zu trinken. Am besten startest du erst einmal mit einer schwachen Dosierung und schaust, wie gut du die Tasse Tee verträgst. Einige Sorten helfen sogar bei Schwangerschaftsbeschwerden. Im Allgemeinen sind folgende Tees in der Schwangerschaft erlaubt:

  1. Rooibos-Tee

Rooibos-Tee ist vor allem für Schwangere sehr gesund. Er enthält viele Spurenelemente und Mineralien, die dein Körper gerade jetzt benötigt, wie beispielsweise Kupfer, Eisen und Magnesium. Er bietet zu Schwarztee eine koffeinfreie Alternative. Du kannst auch verschiedene Geschmacksrichtungen, wie Karamell oder Vanille, ausprobieren.

  1. Früchtetee

Früchtetee kannst du trinken, solange du ihn gut verträgst. Aufgrund der enthaltenen Säure kann Früchtetee manchmal zu Sodbrennen führen. Er enthält aber auch gesundes Vitamin C und stimuliert das Immunsystem. Allerdings solltest du Teemischungen, die Hibiskus, Brombeerblätter oder Zitronengras enthalten, nur in geringen Mengen zu dir nehmen.

  1. Hagebuttentee

Hagebuttentee kannst du bedenkenlos genießen. Er wirkt leicht abführend und verdauungsfördernd und kann so einer Verstopfung, die häufig in der Schwangerschaft auftritt, entgegenwirken. Weiterhin kann Hagebutte schmerzlindernd sein.

  1. Himbeerblättertee

Diese Sorte dient zur Vorbereitung auf die Geburt. Jedoch solltest du ihn erst ab der 35. Schwangerschaftswoche trinken, da er eine wehenfördernde Wirkung hat. Er lockert Gewebe und Muskeln im Beckenbereich und stärkt die Gebärmutter. Drei bis fünf Tassen Tee sind pro Tag erlaubt – allerdings solltest du das mit deiner Hebamme abklären.

  1. Ingwertee

Ingwer stärkt das Immunsystem und kann hilfreich bei Erkältungen sein. Außerdem ist Ingwer krampflösend und verdauungsfördernd. Er kann bei Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit und Erbrechen helfen. Bis zu 6 g frischer Ingwer täglich sind in der Schwangerschaft geeignet. Höhere Dosen sind bedenklich, da Ingwer vorzeitige Wehen auslösen kann.

  1. Fencheltee

Fenchel wirkt gegen Blähungen und Magenkrämpfe, fördert die Verdauung und unterstützt die Milchbildung. So ist er bestens in der Schwangerschaft und Stillzeit geeignet. Allerdings solltest du nicht mehr als zwei bis drei Tassen pro Tag trinken, da zu viele Heilkräuter bei einem empfindlichen Magen schnell kontraproduktiv wirken können.

  1. Kamillentee

Eine Tasse Kamillentee ist ein wohltuendes Getränk für Magen und Darm und kann in der Schwangerschaft unbedenklich getrunken werden. Außerdem wirkt er beruhigend, krampflösend, antibakteriell und gegen Pilzerkrankungen. Zudem hat er vor dem Schlafen eine beruhigende Wirkung.

  1. Pfefferminztee

In üblichen Mengen als Tee genossen, ist Pfefferminze völlig unbedenklich. Es kann hilfreich gegen Übelkeit und Erbrechen sein. Reines Pfefferminzöl sollte allerdings nicht in der Schwangerschaft verwendet werden. Auch bei Sodbrennen ist Vorsicht geboten, da Pfefferminze die Magensäureproduktion steigern kann.

  1. Salbeitee

Salbeitee hilft dem Magen-Darm-Trakt sowie bei Halsschmerzen. Jedoch solltest du ihn nicht über einen größeren Zeitraum in großen Mengen trinken, da er Krämpfe und Schwindel auslösen kann. Zudem wirkt er abstillend, kurz vor und kurz nach der Geburt solltest du ihn also vermeiden.

Welcher Tee ist in der Schwangerschaft ungeeignet?

Kräuter können pur oder als Mischung für die Zubereitung von Kräutertees dienen. Viele bereiten Kräutertees nicht nur wegen des Geschmacks, sondern auch wegen der positiven Eigenschaften der ätherischen Öle zu. Einige Kräuter können als altbewährtes Hausmittel so manche Beschwerden lindern, die gerne in Schwangerschaft auftreten. Aber eine Überdosis an bestimmten Kräuterwirkstoffen über längere Zeit, kann auch nachteilige Folgen für die Gesundheit von Mutter und Kind haben. Folgende Teesorten sollten Schwangere weitestgehend vermeiden:

  1. Süßholzwurzeltee

Kräutertee-Mischungen enthalten oft Süßholzwurzel. Dem Inhaltsstoff Glycyrrhizin sagen Mediziner nach, dass er in großen Mengen getrunken, das Risiko für eine Frühgeburt erhöht. Ein bis zwei Tassen pro Tag sind aber erlaubt.

  1. Tee, der Wehen fördert

Tee aus Eisenkraut bzw. Zitronenverbene, Kreuzkümmel, Wermutkraut, Frauenmantel, Brombeerblättern oder Schafgarbe wirkt wehenfördernd. Daher solltest du ihn während der Schwangerschaft lieber nicht trinken.

  1. Hibiskustee

Hibiskus ist in vielen Teemischungen enthalten. Pur solltest du ihn während der Schwangerschaft besser nicht zu dir nehmen, denn er kann deine Gebärmutter stimulieren und sogar deinen Hormonhaushalt beeinflussen.

  1. Brennnesseltee

Schwangere sollten Brennnessel-Tee vermeiden, denn er entzieht dem Blut Wasser, erhöht die Anzahl der roten Blutkörperchen und erhöht damit das Thrombose-Risiko.

  1. Zitronengras- bzw. Lemongrastee

Zitronengras solltest du ebenfalls vermeiden, denn es steht im Verdacht, Gebärmutterkrämpfe oder Blutungen auszulösen.

Schwarzer Tee und grüner Tee in der Schwangerschaft

Koffein kommt neben Kaffee- und Kakaobohnen auch in Teeblättern vor. Zu viele koffeinhaltige Getränke in der Schwangerschaft können dem Kind schaden. Es kann unter anderem zu Fehlbildungen, Fehlgeburten und niedrigem Geburtsgewicht kommen. Da es keine genauen Grenzen gibt, bis zu welcher Menge Koffein für das ungeborene Kind unschädlich ist, solltest du den Koffeingenuss in der Schwangerschaft und Stillzeit einschränken. Mehr als zwei Tassen schwarzer Tee oder drei Tassen grüner Tee sind nicht zu empfehlen. Das gilt auch für weißen Tee, Matcha-Tee, Mate-Tee sowie Chai-Tee, die ebenfalls Koffein enthalten. Zu große Mengen an grünem Tee oder Schwarztee in der Schwangerschaft können laut einer Studie zudem den Folsäurespiegel im Blut vermindern. Folsäure zählt zu den B-Vitaminen und ist insbesondere im ersten Schwangerschaftsdrittel für die Entwicklung des Babys wichtig.

Es gibt eine große Auswahl an Tee, den du in der Schwangerschaft bedenkenlos genießen kannst, wie beispielsweise Früchtetee. Bei einigen Sorten solltest du jedoch auf die Menge und Dosierung achten. Manche Kräutertees meidest du besser gänzlich, um keine Risiken für dich oder das Baby einzugehen. Zudem gibt es im Handel spezielle Teemischungen für Schwangere und auch stillende Mütter zu kaufen. Bei Unsicherheiten kannst du dich von deinem Arzt oder deiner Hebamme beraten lassen.

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