Bindehautentzündung – Eine Krankheit, die ins Auge sticht

Bindehautentzündung – Eine Krankheit, die ins Auge sticht

Die Bindehautentzündung ist eine der häufigsten Augen-Erkrankungen. Ihre Ursachen sind vielfältig und nicht immer genau zu erklären. Besonders Babys und Kleinkinder leiden unter den Symptomen der Entzündung.

Was ist die Bindehaut?

Die Bindehaut wird von Medizinern auch Tunica conjuctiva genannt, ins Deutsche übersetzt bedeutet das so viel wie „verbindendes Gewand“. Ihre Funktion verrät also schon der Name: Die Bindehaut befindet sich sowohl auf der Innenseite des Augenlides als auch auf der Außenseite des Augapfels und vereint so diese beiden Körperteile.

Doch die Bindehaut kann noch viel mehr. Zu ihren Hauptaufgaben gehört es, die Tränenflüssigkeit sanft über der Hornhaut zu verteilen und so ein Austrocknen zu verhindern. Außerdem verhindert sie, dass Fremdkörper ins Auge gelangen.

Da die Konjunktiva ziemlich dünn, aber extrem gut durchblutet ist, lassen sich an ihr schnell und eindeutig Veränderungen des Blutes ablesen, die auf verschiedene Krankheitsbilder zurück schließen lassen. Bei einer Gelbsucht erscheint die Bindehaut in eben jener Farbe, während sie bei einem Schock oder einer Blutarmut sehr blass aussieht.

Symptome der Konjunktivitis

Färbt sich die Konjunktiva jedoch rot, handelt es sich in den meisten Fällen um eine Bindehautentzündung. Der Körper pumpt dann mehr Blut durch die feinen Äderchen, um die Entzündung zu bekämpfen. Außerdem tränt das Auge stark. Das Sekret kann dabei wie durchsichtige Tränenflüssigkeit bis hin zu eitrigem Schleim aussehen. Nach dem Schlafen sind die Augen meist verklebt, da sich das Sekret am Wimpernkranz und den Augenwinkeln sammelt. In dem Fall sollten die Augen sanft mit viel klarem Wasser gereinigt werden.

Weitere Symptome sind starkes Jucken oder Brennen sowie Lichtempfindlichkeit. Dennoch sollte der Patient versuchen, nicht die Augen zu reiben. Dies verschlimmert nicht nur das juckende Gefühl, sondern kann auch zu Schäden an der Hornhaut führen. Denn durch die Entzündung vergrößern sich Follikel in der Bindehaut, die dann wie Sandpapier wirken.

An sich ist die Bindehautentzündung völlig ungefährlich. Nach ein bis zwei Wochen klingt die Krankheit meist ab. Dennoch sollten Augen-Erkrankungen immer von einem Facharzt untersucht werden, um akute Krankheiten wie grünen Star oder eine Verletzung der Hornhaut auszuschließen. Im Einzelfall ist auch ein Allergietest nützlich, da sich Heuschnupfen ähnlich äußert wie Bindehautentzündung.

Ursachen und Behandlung der Bindehautentzündung

In den meisten Fällen sind Bakterien der Auslöser für die Entzündung am Auge. Dann ist diese auch hoch ansteckend. Durch die sogenannte Schmierinfektion kann man sich auch anstecken, wenn man keinen direkten Kontakt mit einem Erkrankten hatte. Die Krankheitserreger können zum Beispiel auch übertragen werden, wenn ein Patient sich erst die juckenden Augen rieb und danach eine Türklinke benutzte. Der nächste Benutzer der Tür hat sofort die Bakterien an den Händen. Fasst er sich danach unwillkürlich ins Gesicht, hat er sich höchstwahrscheinlich schon angesteckt.

Darum breiten sich Bindehautentzündungen vor allem dort aus, wo viele Menschen auf engem Raum zusammen sind. Regelmäßig gibt es eine Vielzahl von Erkrankungen in Kindgärten, Schulen oder auch Bundeswehrkasernen. Um die Verbreitung einzudämmen, empfehlen Mediziner daher, regelmäßig die Hände zu waschen und zu desinfizieren. Auch das Benutzen von Türklinken mit der linken statt der rechten Hand hilft, sich nicht durch unbewusste Bewegungen anzustecken.

Wen es doch erwischt, sollte nicht anfangen, sich mit Hausmitteln zu kurieren. Denn gegen Bindehautentzündung ist kein Kraut gewachsen! Ein Gang zum Arzt ist daher unerlässlich. In den meisten Fällen wird eine Antibiotika-Kur verordnet, mit der eine schnelle und vollständige Genesung herbei geführt wird.

Bindehautentzündung bei Kindern

Vor allem die Kleinen können nur schwer vor der Entzündung bewahrt werden. Bei Kindern im Vor- und Grundschulalter ist das Einüben der Waschroutine und des bewussten Türöffnens empfehlenswert. Doch gerade Kleinkinder und Babys sind den Krankheitserregern eigentlich schutzlos ausgesetzt. Darum ist es besser, die erkrankten Zwerge bis zur vollständigen Genesung zu Hause zu lassen. Auch Besuche bei Freunden mit sehr jungen Geschwistern sind tabu, bis die Bindehaut wieder abgeheilt ist.

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