Erhöhte Preise auch 2017

Der Preis ist heiß – Warum wird alles immer teurer?

„Die Preise werden teurer, nur die Ausreden billiger.“ Dieser Aphorismus geistert schon seit Jahren immer wieder durch die Lande. Doch wie viel Wahrheit steckt in dem Spruch?

Der Preis steigt immer mehr

Seit der Währungsumstellung im Jahr 2002 hält sich der Eindruck hartnäckig – der Euro ist ein Teuro. Das hängt vor allem damit zusammen, dass viele Händler bei der Einführung der neuen Münzen den Preis ihrer Waren in Deutschland leicht aufgerundet haben.

Nichtsdestotrotz lässt sich aber eine Preissteigerung in vielen Bereichen nicht von der Hand weisen. Vor allem Raucher werden es bemerkt haben: Zigaretten sind seit 2002 doppelt so teuer geworden. Daran ist allerdings nicht die Umstellung auf die neue Währung schuld. Eine stetige Erhöhung der Tabaksteuer sorgte dafür, dass man für die Glimmstängel tiefer in die Tasche greifen musste.

Preiserhöhungen 2017

Auch in diesem Jahr wurde der Preis für einige Alltagsgegenstände schon angehoben. Im Januar erhöhte sich zum Beispiel der Marktwert für Kaffee um 50 Cent pro 500 Gramm. Doch auch im Servicebereich erfolgen 2017 einige Preissteigerungen.

Nicht nur die Deutsche Bahn, auch Anbieter von Fernbuslinien sowie der ÖPNV erhöhen die Fahrtentgelte. Der Internetriese Amazon verteuert sein Prime-Angebot um saftige 40 Prozent. Und auch der Strompreis soll im Frühjahr wieder einmal nach oben klettern.

Als Verbraucher fühlt man sich dann schnell verkohlt. „Parallel zum Preis steigt auch der Lohn,“ heißt es oft. Dabei habt ihr am Ende des Monats das gleiche Gehalt wie sonst auch. Es fühlt sich eher so an, als würde man mit einer billigen Ausrede abgespeist werden.

Kaufkraft der Lohnminute sorgt für Realität

Um eine wirklich aussagekräftige Einschätzung abgeben zu können, muss daher die sogenannte Kaufkraft der Lohnminute betrachtet werden, wie das Institut der deutschen Wirtschaft in Köln mitteilt. Dabei wird untersucht, wie lange man für ein Konsumprodukt arbeiten muss. Am Beispiel des bereits erwähnten Kaffees lässt sich die Entwicklung gut nachvollziehen:

1960 lag der Stundenlohn umgerechnet bei gerade mal 1,27 Euro. Heute dagegen sind es im Westen der Republik 14,28 Euro. Für 500 Gramm Kaffee mussten unsere Eltern und Großeltern also dreieinhalb Stunden arbeiten, während wir uns den Kaffee schon nach 19 Minuten verdient haben. Insofern ist Kaffee heute günstiger zu erwerben, obwohl sich sein Preis erhöht hat.

Fazit

Es gibt zwar jährliche Preissteigerungen, doch sind diese nur als relativ zu betrachten. Durch Lohnerhöhungen können wir uns trotzdem mehr leisten. Außerdem darf nicht vergessen werden, dass es auch stets Preissenkungen oder -schwankungen gibt, zum Beispiel bei Benzin und Diesel. Bei der Einschätzung dürfen ebenfalls größere Zusammenhänge wie Steuererhöhungen oder angehobene Rohstoffpreise nicht außer Acht gelassen werden.

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