Richtige Hautpflege in der Schwangerschaft

Die richtige Hautpflege in der Schwangerschaft

Die Haut von schwangeren Frauen ist starken Belastungen ausgesetzt und erfährt oftmals Veränderungen in ihrer Beschaffenheit. Die richtige Hautpflege in der Schwangerschaft ist deshalb besonders wichtig – und zwar nicht nur, um Schwangerschaftsstreifen vorzubeugen.

Empfehlenswerte Hautpflegeprodukte in der Schwangerschaft

Während einer Schwangerschaft verändert sich der Hormonhaushalt einer Frau massiv, was wiederum auch Auswirkungen auf die Haut haben kann. Eine Umstellung der Körperpflege ist nun erforderlich und sollte große Beachtung erfahren. Insbesondere die Gesichtshaut reagiert auf die hormonellen Veränderungen sehr sensibel und benötigt deshalb eine spezielle Pflege. Grundsätzlich sind während der neun Monate ausschließlich milde Produkte zu verwenden, die einen neutralen beziehungsweise leicht sauren pH-Wert von maximal 5,5 aufweisen. Dadurch bleibt die Haut im Gleichgewicht und ist weniger gereizt. Insbesondere Fruchtsäurepräparate sind zu empfehlen, da diese den Stoffwechsel und damit auch die Wasserbindung der Haut verbessern.

Pflege für trockene Haut

Welche Produkte sich noch eignen, hängt von dem individuellen Zustand der Haut ab. Wer während der Schwangerschaft unter besonders trockener Haut leidet, sollte auf Produkte mit Fett und Feuchtigkeit zurückgreifen. Für die Reinigung vorab ist eine Reinigungsmilch empfehlenswert. Neben der regelmäßigen Anwendung von pH-neutralen Pflegeprodukten mit viel Fett und Feuchtigkeit sollten Schwangere außerdem genügend trinken und auf ausreichend Bewegung sowie eine gesunde Ernährung achten. Fettige, unreine Haut in der Schwangerschaft benötigt hingegen keine Produkte mit Fett, sondern vor allem mit ausreichend Feuchtigkeit. Insbesondere bei stärkeren oder großflächigen Hautunreinheiten ist jedoch ärztlicher Rat oder ein Kosmetiker heranzuziehen.

Sonnenempfindliche Haut während der Schwangerschaft

Weiterhin ist die Haut regelmäßig mit Tagescremes zu behandeln, die sehr gut vor UVA- und UVB-Strahlen schützen. Schwangere Frauen sind besonders sonnenempfindlich und sollten Sonnenbäder vermeiden. Durch die veränderte Hormonkonzentration kommt es im Körper zu einem Anstieg von bräunendem Melanin, das sich in verschiedenen Hautschichten ablagert. Bei zu wenig Schutz vor der Sonne kann es dadurch zu braunen Stellen auf der Haut kommen. Diese unschönen Pigmentflecken bilden sich oftmals nach der Schwangerschaft, wenn der Östrogenspiegel wieder sinkt, von allein zurück. Ist dies nicht der Fall, können verschiedene Cremes, pflanzliche Präparate oder intensivere Behandlungsmethoden Abhilfe schaffen.

Anwendungstipps für die Hautpflege in der Schwangerschaft

Bei einer umfassenden Hautpflege in der Schwangerschaft sind am besten zwei Mal täglich folgende Schritte durchzuführen. Nachdem eine gründliche Reinigung mit einer passenden Lotion oder Milch erfolgte, ist die schwangerschaftsfreundliche Pflegecreme einzumassieren. Bei der Gesichtspflege ist im Anschluss ein antibakterielles Gesichtswasser zu verwenden, um Poren zu verschließen und den pH-Wert zu neutralisieren. Für eine besonders intensive Pflege eignen sich außerdem Masken mit einer beruhigenden Wirkung. Peelings können aufgetragen werden, um abgestorbene Haut zu entfernen.

Inhaltsstoffe, die bei der Hautpflege in der Schwangerschaft zu vermeiden sind

Pflegeprodukte ziehen in die Hautporen ein und gelangen so in den menschlichen Organismus. Alkoholhaltige Substanzen oder Produkte mit starken chemischen Inhaltsstoffen können deshalb auch für das ungeborene Baby gefährlich sein. Insbesondere Aluminium, Retinoide, Tetrazykline, Parabene, Hautaufheller, Phtalate, Formaldehyd, Duftstoffe und Triclosan können schwerwiegende Folgen für Mutter und Fötus bedeuten und sind deshalb zu vermeiden. Auch Öle sind nicht empfehlenswert, da diese die Ansammlung von Bakterien begünstigen und nur die oberste Hautschicht fetten. Stattdessen ist während der Schwangerschaft auf eine möglichst natürliche Hautpflege zu achten. Besonders geeignet sind verschiedenste Naturkosmetika oder Produkte, die der Arzt oder die Hebamme empfehlen kann. Das Durchlesen der Inhaltsstoffe auf allen Körperpflegeprodukten kann ebenfalls hilfreich sein.

Vorbeugen von Schwangerschaftsstreifen

Dehnungsstreifen entstehen durch Überdehnungen des Bindegewebes. Insbesondere in der Schwangerschaft ist die Elastizität der Haut durch hormonelle Einflüsse vermindert. Die irreparablen Risse, die dadurch entstehen können, haben zu Anfang eine dunkelviolette Farbe und sind langfristig als helle Narben auf der Haut sichtbar. Um diese unästhetischen Risse zu vermeiden, ist es wichtig, frühzeitig mit einer geeigneten Pflege die Haut auf Dehnungen vorzubereiten. Vor allem Pflegelotionen auf natürlicher Basis mit Vitamin E und tägliche, kreisförmige Massagen sorgen für eine bessere Durchblutung und Elastizität von Bauch und Brust. Aber auch die Zupfmassage, bei der die eingecremte Haut mit zwei Fingern zu kneten ist, gilt als hilfreiche Methode gegen Spannungen, Schwangerschaftsstreifen und Jucken. Schaumbäder sind hingegen zu vermeiden, da sie der Haut die notwendige Feuchtigkeit entziehen. Grundsätzlich ist für alle Produkte und Methoden, die die Hautpflege betreffen, eine Absprache mit dem Arzt vorab empfehlenswert.

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