Den richtigen Babynamen finden

Babynamen: Der perfekte Vorname für dein Kind

Deine Schwangerschaft neigt sich dem Ende und noch immer habt ihr keinen Vornamen für euer Kind? Keine Panik, einen schönen Babynamen zu finden, ist gar nicht so schwer.

Babynamen mit Vorurteilen

Den richtigen Babynamen zu finden, ist eine Wissenschaft für sich. Mittlerweile sind viele Vornamen mit Vorurteilen belegt. So gab es in der Vergangenheit mehrere Studien, die diesen Umstand untersuchten. Dabei zeigte sich, dass Lehrer oder Chefs mit bestimmen Namen durchaus Klischees verbinden. Dementsprechend fallen Benotungen oder Berufschancen aus.

So lautet ein gängiges Klischee, dass Menschen aus sozial schwachen oder bildungsfernen Schichten eher exotische Babynamen wählen. Beliebt seien dabei vor allem anglo-amerikanische oder französische Vornamen. Kevin und Chantalle haben sich zum Beispiel schon zu richtigen Stereotypen einer sogenannten Unterschicht entwickelt. Im Gegensatz dazu verbinden wir Namen wie Justus oder Victoria eher mit dem Bildungsbürgertum. Dieses Phänomen hat es unter der Bezeichnung Kevinismus oder Chantalismus auch in die Umgangssprache geschafft. Doch wie schafft man es, den richtigen Babynamen ohne Klischees zu finden?

Die beliebtesten Babynamen Deutschlands

Viele Eltern orientieren sich bei der Suche nach einem Namen an der Beliebtheit. Seit 1977 veröffentlicht die Gesellschaft für deutsche Sprache e. V. (GfdS) jährlich die Hitliste der am meisten vergebenen Babynamen. Dabei fällt auf, dass sich die beliebtesten Vornamen Deutschlands in den letzten 20 Jahren kaum verändert haben. Während bei den Mädchennamen meistens Marie und Sophie seit zwei Jahrzehnten die Top 10 anführen, sind bei den Jungennamen vor allem Alexander und Maximilian beliebt.

Auch Vornamenbücher und Internetseiten veröffentlichen oft Hitlisten mit beliebten Babynamen. Jedoch ist oft unklar, ob diese ebenso statistisch erhoben wurden. Zumindest bieten diese Veröffentlichungen Anregungen für Eltern, die noch gar keine Idee für einen Vornamen haben.

Vornamensuche im Internet

Solche Internetportale oder Bücher haben aber noch andere Vorteile. Zum einen bieten sie die verschiedenen Schreibweisen und Namensvarianten an. Zum anderen kann man dort aber auch die Bedeutung eines Namens nachlesen. Für viele Eltern ein wichtiger Grund, sich für einen bestimmten Babynamen zu entscheiden.

Weiterhin sind die Vornamen dort oft nach der regionalen Herkunft sortiert. Wer sich zum Beispiel für einen hebräischen oder skandinavischen Vornamen interessiert, kann die Suchergebnisse auf der Website dementsprechend filtern. Diese Möglichkeit nutzen Eltern vor allem beim zweiten oder dritten Kind. Das gilt vor allem, wenn die Kindernamen zueinander passen sollen.

Der Babyname muss einfach passen

Doch nicht nur die Namen der Geschwister sollen untereinander harmonieren. Auch der jeweilige Vor- und Nachname sollte zusammen passen. Wir alle kennen die Witze über Claire Grube oder Axel Schweiß. Auch die Herkunft von Vor- und Nachnamen sollte einigermaßen stimmig sein. Ein urdeutscher Nachname wie Müller oder Schuster kombiniert mit einem Vornamen wie Phoebe oder Agamemnon ist doch recht ungewöhnlich.

Oft achten Mütter und Väter bei der Namenswahl auch auf den Klang. Wer sich nicht zwischen zwei Babynamen entscheiden kann, sollte sie in Kombination mit dem Nachnamen mehrmals laut aussprechen. Das Schriftbild ist für viele Elternpaare ebenfalls entscheidend. Dabei finden wir nicht nur Varianten in der Schreibweise, wie zum Beispiel Kristin und Christin oder Marcus und Markus, unterschiedlich ansprechend. Die Länge des Vornamens sollte ebenso zum Nachnamen passen. Das gilt vor allem bei Doppelnamen. Auf die Initialen sollten werdende Eltern auch einen kurzen Blick werfen. Ungünstige Abkürzungen, die zum Beispiel an den Nationalsozialismus erinnern oder schlichtweg zu Hänseleien einladen, sollte man dem Kind zuliebe besser vermeiden.

Wie einigt man sich auf einen Babynamen?

Doch was ist, wenn du endlich den für dich perfekten Babynamen gefunden hast, aber deine Partnerin oder dein Partner ist so gar nicht damit einverstanden? Dafür kann es ganz unterschiedliche Gründe geben. Meistens fällt einem bei der Wahl des Vornamens erst auf, wie viele Leute man eigentlich gar nicht leiden kann. Oder welche schönen Namen in der Verwandtschaft oder im Freundeskreis schon vergeben sind. In letzterem Fall könntet ihr aber darüber nachdenken, dem Kind euren Wunschnamen zumindest als Zweitnamen zu geben. Gerade wenn jemand aus der älteren Verwandtschaft, wie die Großeltern, damit geehrt wird, bietet sich diese Möglichkeit an.

Doch es kommt auch vor, dass Familien sich trotz einer Person im näheren Umfeld mit demselben Vornamen für diesen Babynamen entscheiden. Vielleicht ist schon seit vielen Jahren dieser Name dein Favorit und nur, weil der blöde Nachbar von gegenüber auch so heißt, sollst du jetzt auf diesen Namen verzichten? Das muss nicht sein. Denn immerhin gibt dein Kind diesem Namen seine Bedeutung und erfüllt ihn mit Leben – und nicht umgekehrt.

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