Lachen bewegt unseren Körper

Glückstipp: Lachen macht glücklich

Lachen erhellt die Gemüter und es fällt schwer, wenn jemand herzlich lacht, nicht einfach mitzulachen. Lachyoga ist nicht mehr nur ein Trend, sondern soll auch die Gesundheit fördern. Lachen ist eben die beste Medizin.

Menschen können über vieles lachen. Dies hält nicht nur gesund, wir wirken dabei attraktiv und freundlicher, sodass wir leicht in der Lage sind, Kontakt zu anderen Menschen aufzunehmen.

Menschen lachen aus verschiedenen Gründen

Lachen symbolisiert Freude, Wohlbefinden, aber auch Überlegenheit. In netter Gesellschaft lachen Menschen häufiger. Nicht nur, dass man sich gemeinsam über lustige Anekdoten amüsiert, wir zeigen damit auch gleichzeitig, dass wir uns wohlfühlen und uns mit den anderen verstehen. Aber auch über unsere Mitmenschen können wir lachen, wenn ihnen etwas Unerwartetes oder Peinliches passiert. In unangenehmen Situationen oder wenn wir nicht weiter wissen, hilft Lachen ebenfalls, um die Lage zu entschärfen. So begegnen wir Missstimmungen und kritischen Situationen. Auch Witze oder Kitzeln können Menschen zum Lachen bewegen. Auch wenn dieser Effekt nur von kurzer Dauer ist.

Deutschland zählt allerdings wie auch Japan zu den sogenannten Kontrollgesellschaften, d.h. wir Deutschen gelten damit nicht gerade als große Lacher. Das ist darauf zurück zu führen, dass in den Kontrollgesellschaften starke gesellschaftliche Zwänge herrschen und dass dort dann schnell Scham und Schuld entstehen.

Lachen bewegt unseren Körper

Lachen ist Herztraining, denn es wirkt sich vor allem positiv auf unser Herz-Kreislauf-System aus. Der Lachvorgang beansprucht mehrere Muskelgruppen –  dabei sind insgesamt über hundert Muskeln beteiligt. Der Puls geht in die Höhe und der Körper wird besser durchblutet. Weiße Blutkörperchen werden befördert, Glückshormone freigesetzt und die Atmung angeregt.

Damit einher gehen die positiven Wirkungen des Lachens. Es baut Stress ab, wirkt entspannend, lindert Schmerzen und verursacht einfach eine positive Grundhaltung zum Leben. So können ebenfalls Angstzustände gemindert und Grübelattacken entgegen gewirkt werden. In Krankenhäusern treten daher oft Klinik-Clowns auf, um die Patienten abzulenken und für gute Laune zu sorgen.

Allerdings hat nicht jede Lachart eine gesunde Wirkung. So ist unser Lachverhalten von der Gefühlslage sowie dem Grund abhängig. Menschen lachen auch aus Verlegenheit oder aus Schadenfreude. Dabei soll die Schadenfreude lediglich die Überlegenheit gegenüber anderen herausstellen.

Die Angst vor dem Lachen

Gelotophobie (von griechisch: gelos = Lachen und phobia = Angst) bezeichnet die Angst vor dem Lachen. Wer darunter leidet, fürchtet sich vor Menschen, die lachen. Rund zwölf Prozent der Deutschen leiden unter dieser Krankheit. In Kulturen in Ostasien oder dem nahen Osten haben zum Teil 60 Prozent der Menschen einen schlechten Bezug zum Lachen.

Doch was passiert genau mit den Gelotophobikern, wenn sie jemanden lächeln sehen? Erkrankte denken, dass die andere Person über sie lachen würde. Schon ein leichtes Lächeln wird zur Qual und ist ein Angriff auf das Selbstwertgefühl. Es ist einfach gesagt, die krankhafte Angst ausgelacht zu werden.

Um Betroffenen zu helfen, wird therapeutischer Humor eingesetzt. Eine Lachtherapie soll schamgebundene Erstarrungen lösen und Hemmungen abbauen. Gelotophobiker müssen lernen, über sich selbst zu lachen. „Es geht darum, aus der Rolle des unfreiwilligen Clowns in die Rolle des freiwilligen Clowns zu schlüpfen“, so Psychologe Michael Titze.

Lachyoga und Lachclubs, weil Lachen auch Freude macht

Vor 20 Jahren wurde das Lachyoga entwickelt. Dabei treffen sich Menschen in Seminaren, um gemeinsam zu lachen und das Lachen zu erlernen. Zunächst wird dabei die Lachmuskulatur durch Lächeln aktiviert und Atemübungen durchgeführt. Der Körper beginnt nach einiger Zeit vom Lächeln zum Lachen über zu springen. Nach ein bisschen Übung sind Menschen in der Lage in fast jeder Situation herzhaft los zu lachen, da der Körper lernt, auf bestimmte Reize und Atmungen mit Lachen zu reagieren.

Bei diesen Lachübungen ist aller Anfang schwer und du wirst dich vielleicht im ersten Moment unwohl fühlen. Aber versuche es doch einfach mal und sag uns, ob regelmäßiges Lachen bei dir eine positive Wirkung hat.

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