Spielend Lernen mit Lernspielen

Spielend Lernen

Lernen kann man immer und überall, das gilt für Kinder und Erwachsene. Wer sein Kind bewusst fördern möchte, kann immer wieder kleine Lerngelegenheiten in den Alltag einbauen.

Vielen Kindern vergeht in der Schule die Lust am Lernen, weil sie es auf einmal müssen und plötzlich zunehmend Leistungsdruck entsteht. Während sie vorher neugierig und wissbegierig waren, reagieren sie vielleicht mit Unmut, wenn sie auf einmal etwas lernen „müssen“. An die frühkindliche Wissbegier und Freude am Lernen kann man anknüpfen, wenn man spielerisch Lerngelegenheiten schafft. Denn wenn das Lernen Spaß macht, dann lernt jedes Kind gern. Entscheidend ist, dass dem Kind nicht bewusst wird, dass es bei dem Spiel um das Lernen geht – das soll ganz nebenbei geschehen, während der Spaß am Spiel im Vordergrund steht.

Mathe mal anders

Statt stupide das Einmaleins zu wiederholen oder das Kind mit Rechenaufgaben zu überhäufen, kann man das Rechnen auch spielerisch üben, indem man Kaufladen oder Bank spielt. Wenn die Einkäufe addiert werden müssen oder Geld vom Konto abgehoben wird, übt das Kind im Spiel Rechnen. Noch besser ist, das Ganze ins wahre Leben zu übertragen. So kann dem Kind zum Beispiel die Chefposition beim Einkauf überlassen werden und es müssen alle Einkäufe unter einem gewissen Budget bleiben. Das hat noch weitere Vorteile, denn so lernt das Kind zudem den Umgang mit Geld oder den Wert der Ware einzuschätzen.

Gedächtnis trainieren

Das Gedächtnis kann man gut mit Spielen wie Memory trainieren. Dabei müssen sich Kinder die Position von Bildkarten merken und Pärchen finden. Auch ein gutes Spiel für das Gedächtnistraining ist „Ich packe meinen Koffer“. Hierbei werden nacheinander Gegenstände genannt, die in der genauen Reihenfolge wieder aufgezählt werden müssen.

Sprache fördern

Die Ausdrucksweise kann man fördern, indem man mit Kindern Spiele wie Tabu spielt. Dabei muss ein Wort beschrieben werden, ohne es zu benutzen. Dieses Spiel kann man auch leicht selbst basteln, indem man sich Wörter ausdenkt und aufschreibt. Wer dran ist, bekommt eine Karte und muss das Wort beschreiben, wer es errät, bekommt die Karte. Wer am Ende die meisten Punkte hat, gewinnt. Gut für unterwegs und auch langweilige Autofahrten ist zum Beispiel das Spiel Wortschlange. Hier werden zusammengesetzte Wörter gebildet. Dabei muss das Wort mit dem Ende des vorangegangenen Wortes anfangen. „Ich sehe was, was du nicht siehst“ ist auch ein beliebter Klassiker, den man immer wieder spielen kann. Dabei sucht man sich einen Gegenstand im Raum oder in der Landschaft, der beschrieben wird und vom anderen erraten werden muss.

Es gibt viele einfache Kartenspiele, die Eigenschaften fördern und trainieren, die für das Lernen wichtig sind, wie zum Beispiel rechnerische Fähigkeiten, Konzentration, Aufmerksamkeit, Kurzzeitgedächtnis, Logik und strategisches Denken. Es müssen jedoch nicht immer die einfachen Spiele sein, mit denen man sein Kind fördert. Auch Computerspiele oder direkt als Lernspiele konzipierte Spiele können dazu dienen, Kompetenzen zu fördern.

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