Studium oder Ausbildung?

Studium oder Ausbildung?

Die Abizeit ist für die meisten Jugendlichen sehr aufregend. Die Welt scheint einem zu Füßen und der sprichwörtliche Ernst des Lebens noch in ferner Zukunft zu liegen.

In dieser wichtigen Lebensphase werden die Weichen für den Rest des Lebens gestellt. Jetzt müssen wichtige Entscheidungen getroffen werden. Soll ich direkt weiter an meiner Bildung feilen oder erstmal ein Freiwilliges Soziales Jahr machen (FSJ), oder vielleicht Work & Travel in Australien oder Au pair in Amerika? Fakt ist, dass die meisten Arbeitgeber Auslandserfahrung schätzen oder sogar erwarten. Zudem erweitert ein Jahr im Ausland den Horizont und hilft vielleicht sogar bei der Entscheidung, welchen Berufsweg man einschlagen soll. Eine essentielle Frage ist: Ausbildung oder Studium?

Was möchte ich werden?

Für welche Ausbildungsform man sich entscheidet, sollte einerseits von der eigenen Persönlichkeit abhängig gemacht werden und andererseits von dem Berufsziel. Wer das Schulfach Englisch irgendwie gut findet, aber nicht gerne liest, sollte z. B. nicht Anglistik oder Amerikanistik studieren, denn in diesen Studiengängen wird zwar Englisch studiert, aber man muss sehr viel lesen. Wer zwar gern kreativ ist, aber zwei linke Hände hat, sollte hingegen keine Ausbildung zum Maler und Lackierer anfangen. Praktika in verschiedenen Firmen und Einrichtungen können helfen, eine Entscheidung zu treffen. Viele Universitäten bieten auch Schnuppervorlesungen an, wo man sich einfach mal reinsetzen und schauen kann, wie eine Vorlesung an der Universität so abläuft.

Ausbildung vs. Studium

Wer eine Ausbildung beginnt, kann sofort praktische Erfahrungen sammeln und verdient eigenes Geld. In der Ausbildung sind sowohl Arbeits- als auch Lernzeiten klar strukturiert und vorgegeben. Der Ausbilder ist ein wichtiger Ansprechpartner, der unterstützend zur Seite steht. Der Großteil der Ausbildung ist praktisch. Im Studium verdient man nicht automatisch Geld, kann sich aber mit Leistungen nach dem BAföG oder einem Nebenjob das eigene Leben finanzieren. Im Gegensatz zu Auszubildenden müssen Studierende ihren Alltag aber selbst strukturieren. Oft gibt es keinen Ausbildungs- oder Lernplan, dieser muss selbst erstellt werden. Das erfordert großes Organisationsgeschick und Disziplin. Ein Universitätsstudium ist in der Regel sehr theoretisch und es gibt wenig Einblicke in die Praxis. Ein Kompromiss kann es sein, ein Duales Studium zu machen, denn hier werden Ausbildung und Studium kombiniert. Man arbeitet in einem Unternehmen und erhält eine Ausbildungsvergütung, aber studiert auch gleichzeitig.

Den eigenen Weg finden

Den einen Weg ins Berufsleben gibt es heute nicht mehr. Sowohl Ausbildung als auch Studium können Basis von beruflichem Erfolg sein. Man kann auch erst studieren und dann eine Ausbildung machen oder andersherum oder mehrere Studiengänge bzw. Praktika absolvieren. Idealerweise sollte im Lebenslauf jedoch ein roter Faden erkennbar sein. Im Zweifel gilt: Lieber ein paar Praktika und Schnuppervorlesungen besuchen, als planlos eine Entscheidung zu treffen. Und unbedingt Auslandserfahrung nach dem Abitur oder in Studium bzw. Ausbildung sammeln!

Die Bundesagentur für Arbeit stellt Informationen zu verschiedensten Ausbildungsmöglichkeiten zur Verfügung: www.arbeitsagentur.de

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