Menge an Spurenelemente

Spurenelemente: Kleine Menge – große Wirkung

Wie der Name schon verrät, kommen diese Substanzen nur in Spuren im Körper vor. Ihre Wirkung ist allerdings beachtlich. Wie Mineralstoffe und Vitamine sind Spurenelemente wichtig für Entwicklung und Gesundheit.

Was sind Spurenelemente?

Spurenelemente kommen im menschlichen Körper in nur geringen Mengen vor. Ihr Gehalt im Körper beträgt weniger als 50 mg pro Kilogramm Körpergewicht. Zu den Spurenelementen zählen Chrom, Eisen, Fluor, Jod, Kobalt, Kupfer, Mangan, Molybdän, Selen, Silizium und Zink. Bei einigen dieser Substanzen ist allerdings noch nicht eindeutig geklärt, ob und welche Rolle sie in unserem Körper spielen. Einige wichtige Spurenelemente stellen wir euch nun kurz vor.

Zink für ein starkes Immunsystem

Der Bestand von Zink im menschlichen Organismus beträgt etwa 2 bis 3 Gramm. Etwa ein Drittel des in der Nahrung enthaltenen Zinks nehmen wir im Darm auf. Zink ist wichtig für das Immunsystem und wird für die Aktivierung von verschiedenen Enzymen benötigt. Es reguliert verschiedene Stoffwechselprozesse und ist unentbehrlich für ein gesundes Wachstum. Auch bei der Wundheilung und der Knochenbildung spielt Zink eine Rolle. Es ist außerdem an der Entwicklung des Fötus beteiligt. Zink kommt in Fleisch und Fisch, Milchprodukten, Samen und Kernen vor. Nehmen wir weniger Zink als benötigt zu uns, werden wir anfälliger für Infektionskrankheiten. Es kann außerdem zu einer verzögerten Wundheilung und Durchfall kommen. Weitere Symptome eines Zinkmangels sind Haarausfall und Wachstumsstörungen sowie Veränderungen des Hautbilds. Bei einer Überdosierung können Verdauungsbeschwerden, Übelkeit, Erbrechen, Kreislaufstörungen und Kopfschmerzen die Folge sein.

Selen hilft bei der Abwehr freier Radikale

Selen ist ein Spurenelement, was natürlicherweise in der Erdkruste vorkommt und in geringer Konzentration im Wasser enthalten ist. Es ist wie Zink wichtig für das Immunsystem. Es wirkt antioxidativ und entzündungshemmend. Ebenso ist es für einen funktionierenden Stoffwechsel unabdingbar.

Fluor dient als Baustein für Zähne und Knochen

Fluorid ist vor allem während des Wachstums für die Stabilität und Festigkeit der Knochen wichtig. Außerdem ist es am Aufbau des Zahnschmelzes beteiligt. Wir finden es in Mineralwasser, Vollkornprodukten, Nüssen und schwarzem Tee sowie in einigen Fischarten. Bisher ist noch nicht ausreichend erforscht, welche Auswirkungen ein Fluoridmangel hat. Eine Überdosierung kann giftig wirken und sollte deshalb unbedingt vermieden werden. Es kann zu Übelkeit und Erbrechen kommen. Bei einer Überdosierung über längere Zeiträume kann eine Dentalfluorose entstehen. Dabei kommt es zu weißlichen oder gelblichen, stumpf aussehende Flecken auf den Zähnen. Bei höherer Überdosierung können sich die Zähne auch braun verfärben. Die kariesvorbeugende Wirkung von Fluoriden wird kontrovers diskutiert. In der Entwicklungsphase der Zähne vom ersten bis zum zwölften Lebensjahr trägt das Spurenelement zur Zahnschmelzhärtung bei. Die meisten Kinderärzte in Deutschland verordnen deshalb Fluoridtabletten. Werden diese eingenommen, sollte nicht zusätzlich eine fluoridhaltige Zahnpasta verwendet werden, um eine Überdosierung zu vermeiden.

Jodversorgung insbesondere in der Schwangerschaft wichtig

Jod ist Bestandteil zweier Schilddrüsenhormone. Sie erfüllen vielfältige Funktionen im gesamten Stoffwechsel. Unter anderem regulieren die den Energie- und Wasserhaushalt, die Herzfrequenz und Körpertemperatur sowie die Funktion unseres zentralen Nervensystems. Jodreich sind Meeresfische und -früchte sowie Algen. Je nach dem, wie viel Jod im Erdboden vorhanden ist, sind auch andere pflanzliche und tierische Lebensmittel wie Getreide und Milchprodukte jodhaltig. Besonders in der Schwangerschaft ist eine ausreichende Zufuhr des Spurenelements wichtig, denn bereits ein leichter Jodmangel kann die Intelligenz des Kindes nachteilig beeinflussen. Verwende daher Jodsalz und Lebensmittel, welche mit Jodsalz hergestellt wurden (z. B. Brot, Wurstwaren), verzehre zwei Portionen Seefisch pro Woche und regelmäßig Milch und Milchprodukte. Außerdem werden in der Schwangerschaft zusätzlich Jodtabletten mit 100 – 150 Mikrogramm Jod empfohlen.

Eisen transportiert Sauerstoff durch den Körper

Das essenzielle Spurenelement Eisen ist ein wichtiger Bestandteil des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin. Unser Körper benötigt Eisen zur Bildung der roten Blutkörperchen. Sie transportieren Sauerstoff zu allen Körperzellen und bringen Kohlendioxid von den Zellen zur Lunge. Im roten Muskelfarbstoff dient das enthaltene Eisen als Sauerstoffspeicher. Außerdem ist Eisen am Aufbau verschiedener Enzyme beteiligt. Du findest es in Lebensmitteln wie Fleisch, Wurst, Hirse, Feldsalat und Kürbiskernen. Zusätzlich lohnt es sich, Vitamin-C-haltige Lebensmittel wie Paprika oder Orangensaft zu eisenhaltigen Speisen zu kombinieren, um die Aufnahme des Spurenelements zu erhöhen. Die Eisenversorgung der Schwangeren sollte besonders im Auge behalten werden. Eine generelle Empfehlung für zusätzliche Eisensupplemente gibt es nicht, da eine übermäßige Eisenzufuhr nachteilige Folgen hat. Der Arzt bestimmt den Eisenwert durch eine Blutuntersuchung. Falls dieser zu niedrig ist, ist die Einnahme von Eisentabletten sinnvoll. Ein Eisenmangel kann zur Blutarmut (Anämie) und in der Folge zu mangelnder Sauerstoffversorgung des Körpers führen.

Spurenelemente als Nahrungsergänzungsmitteln sind oft überflüssig

Nahrungsergänzungsmittel sind für gesunde Menschen, die sich „normal“ und nicht extrem einseitig ernähren, in der Regel überflüssig. Bei einer ausgewogener Ernährung bekommt der Körper alle Nährstoffe, die er braucht über die verzehrten Lebensmittel. Eine einseitige, unausgewogene Ernährungsweise kann auch durch die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln nicht ausgeglichen werden. Nur in bestimmten Fällen ist eine gezielte Ergänzung der Nahrung mit einzelnen Nährstoffen sinnvoll, zum Beispiel, wenn in einer Blutuntersuchung ein Spurenelementmangel festgestellt wird. Seit vielen Jahren findet hierzulande außerdem eine Anreicherung des Speisesalzes mit Jod statt, um die Jodzufuhr in Deutschland zu verbessern.

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